Johannes Ofner hat aus einer Gewohnheit beim Bundesheer eine Lebensaufgabe gemacht. 1984 spendete der heute 60 Jahre alte Magistratsbeamte zum ersten Mal Blut. Inzwischen war der Wernberger 126 Mal bei Aktionen des Roten Kreuzes dabei und gilt als Villachs fleißigster Blutspender. Seine jüngste Spende gab er vor einem Monat in Velden ab. Dort, wo der Spendenbus steht, geht Ofner hin. Viermal im Jahr darf er derzeit spenden.
Spenden solange es geht
Dass er damit kranken oder verunfallten Menschen helfen kann, treibt ihn an. Besonders berührt ihn, wenn er die Verständigung erhält, dass seine Konserve einem Patienten verabreicht wurde. „Die Leute sagen oft, die dicke Nadel tut weh, aber das stimmt nicht. Es tut nicht weh und es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man Menschen helfen kann.“ Ofner nimmt auch Nachbarn oder Arbeitskollegen mit, wenn sie Zeit haben. „Selbst habe ich noch nie Blut gebraucht.“ Solange es möglich ist, will er dem Blutspenden treu bleiben.
Im vergangenen Jahr kamen in Kärnten 22.793 Menschen zu 769 Blutspendeaktionen. Daraus wurden 19.380 Blutkonserven gewonnen. Österreichweit werden täglich im Schnitt 1.000 Blutkonserven benötigt. „Ich kann nur jeden potenziellen Spender ermutigen Blut zu spenden und damit anderen Menschen zu helfen“, erklärt der Vater einer Tochter.