Anthropic ist vor allem für seinen Chat-Bot Claude bekannt, der hauptsächlich von Unternehmen genutzt wird. Und für das KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Jetzt hat der 2021 gegründete KI-Konzern aus San Francisco, der von den Geschwistern Dario (CEO) und Daniela Amodei (Präsidentin) geführt wird, bei der US-Börsenaufsicht SEC die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Der Schritt bedeutet noch keinen fixen Termin. Aber schon im Herbst könnte es soweit sein.
Dem Rivalen zuvorgekommen
Damit ist Anthropic seinem Erzrivalen OpenAI von Sam Altman zuvorgekommen. Die ChatGPT-Mutter plant ebenfalls einen solchen Schritt und wurde zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Erst vergangene Woche hatte das Unternehmen nach einer neuen Finanzierungsrunde mitgeteilt, nun wertvoller als OpenAI zu sein. Bewertet wird der Konzern mit 965 Milliarden Dollar. Und auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk plant einen Börsengang. SpaceX strebt dabei ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an.
Der Rechtsstreit von Anthropic mit dem US-Verteidigungsministerium Pentagon belastet allerdings das Wachstum des Unternehmens. Das Pentagon stufte Anthropic als Risiko ein, nachdem das Unternehmen dem Militär keinen uneingeschränkten Modellzugang gewähren wollte. Dagegen hat Anthropic geklagt.