Die große Schiebetür des Regionalbüros der Kleinen Zeitung am Leobener Kirchplatz 3 geht auf und schon strömen sie herein, die jungen Damen und Herren der Volksschule Leoben-Stadt, genauer gesagt der 2a-Klasse. Da wird herumgeschaut im Regionalbüro der Kleinen Zeitung. Einfach die Location gescannt, sozusagen. Und freundlich sind sie, die Kinder, die Dienstagvormittag als erste von insgesamt drei Volksschulklassen den Geburtstag der Kinderzeitung feiern. Es ist übrigens der 15. Geburtstag.

Christiane Seiner (Kinderzeitung), Autorin Karin Ammerer und Eva Reisinger (Leitung Kinderzeitung)
Christiane Seiner (Kinderzeitung), Autorin Karin Ammerer und Eva Reisinger (Leitung Kinderzeitung) © ARMIN RUSSOLD

Das erklärt auch gleich Karin Ammerer, erfolgreiche Kinderbuchautorin aus der Oststeiermark und mit der Kinderzeitung der Kleinen Zeitung eng verbunden. „Ich bin von Anfang an dabei, weil ich erst die Idee und dann die Umsetzung verschiedener Themen für Kinder so toll finde. Die Kinderzeitung und auch die Pausenzeitung sind Medien, die so viele kennen“, erklärt sie. Sie sorgt bei vielen Kindern für Spannung, ist sie doch für den Ratekrimi verantwortlich, der die Spürnasen der jungen Leserinnen und Leser unterhaltsam fordert.

Die 2a-Klasse der Volksschule Leoben-Stadt mit Lehrerin Dorothea Strauß und Autorin Karin Ammerer
Die 2a-Klasse der Volksschule Leoben-Stadt mit Lehrerin Dorothea Strauß und Autorin Karin Ammerer © ARMIN RUSSOLD

Und diese haben sich schon ein Platzerl gesucht, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dorothea Strauß. „Ich lese schon gerne. Das macht mir Spaß“, sagt Klara, die aufmunternd zu ihrer Schulkollegin Anna schaut. Liest sie auch gerne? „Ich schreibe lieber selbst Geschichten. Das finde ich toll“, erklärt sie selbstbewusst.

Anna (l.) und Klara von der Volksschule Leoben-Stadt
Anna (l.) und Klara von der Volksschule Leoben-Stadt © KLZ / Klara Erregger

„Also, meine Lieben, kennt ihr Till Eulenspiegel?“, fragt plötzlich Karin Ammerer in die Runde der Buben und Mädchen. „Das war ein ziemlicher Lauser, ein Strizzi, denn er hat es geliebt, Leuten einen Streich zu spielen. Das sollten wir auch nachspielen. Was meint ihr?“, lässt sie die Kinder aktiv teilhaben. „Jetzt brauche ich einen sehr strengen Papa und einen Till. Eure Frau Lehrerin wird jemanden aussuchen“, erklärt die Autorin.

Kurz darauf ist Till schon eifrig beim „Schlimmsein“ und der Papa beim „Strengsein“. Gelächter und Gekicher ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler sind ihnen sicher. Das Lachen bringen die 16 Kinder der 2b-Klasse der Volksschule Pestalozzi schon mit, als sie als zweite Gruppe zur Kinderzeitung-Lesung kommen.

Was sie da noch nicht wissen: Es wird nicht nur vorgelesen, auch sie müssen aktiv mitmachen. Doch, obwohl auch in diesem Fall ihre Lehrerin Tanja Reiterer gefragt wird, sind die Favoriten für die Rollen des Lausers Till und des strengen Vater schon klar: Hemjeet und Brendon, der den strengen Papa spielen soll, dem der Schalk aber auch aus den Augen blitzt. „Er ist der Klassenclown“, stellen seine Mitschüler gleich klar.

Die Schülerinnen und Schüler der 2b-Klasse der Volksschule Pestalozzi brachten auch ihre Lehrerin Tanja Reiterer mit
Die Schülerinnen und Schüler der 2b-Klasse der Volksschule Pestalozzi brachten auch ihre Lehrerin Tanja Reiterer mit © ARMIN RUSSOLD

Karin Ammerer liest. Die beiden Schauspieler packen ihre Pferde – zwei Sessel. Brendon setzt sich. „Na hallo, du sitzt ja auf deinem Pferd wie im Bus“, ruft ihm Ammerer zu. Er dreht sich sofort um und auch Hemjeet schnappt sich ihr „Pferd“, grimassenschneidend, wie es sich für einen schlimmen Lauser gehört.

Die Kinder haben sichtlich Spaß an dem unglaublich unterhaltsamen Vorlesen von Ammerer und an der Schauspielkunst ihrer Schulfreunde. Belohnt werden sie auch noch mit Goodiebags, die ihnen Eva Reisinger und Christiane Seiner von der Kinderzeitung übergeben.

Zum Durchschnaufen bleibt aber kaum Zeit, denn schon ist die dritte Klasse im Anmarsch. 16 Mädchen und Buben der dritten Klasse der Volksschule Göss wissen zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sie eine Stunde später Meisterdetektive sein werden. Übrigens auch ihre beiden Lehrer Manuela Radaelli und Gregor Feistl tappen diesbezüglich im Dunkeln.

18 Meisterdetektivinnen und -detektive mit ihren Lehrern Manuela Radaelli und Gregor Feistl
18 Meisterdetektivinnen und -detektive mit ihren Lehrern Manuela Radaelli und Gregor Feistl © ARMIN RUSSOLD

Mit „Inspektor Schnüffel“ müssen sie einen sehr kniffligen Fall lösen, in zwei Gruppen geteilt, mit ihren Sprechern Lea und Jakob. Doch die jungen Spürnasen sind schnell und bekommen nach erfolgreicher Verbrecherjagd auch ihre Meisterdetektivausweise. Karin Ammerer hat auch noch einen Rat für die Kinder: „Bleibt so schlau, wie ihr seid!“