Am Samstag, 30. Mai, fand am Pibersteiner See eine große Übung der steirischen Wasserrettung statt. Mit mehreren Einsatzorganisationen, etwa der Feuerwehr, der Alpinpolizei, dem Roten Kreuz oder der Bergrettung Köflach/Voitsberg, konnte die Übung unter realistischen Bedingungen durchgeführt werden. Auch Hubschrauber der Polizei sowie des Bundesheeres waren im Einsatz.

Das Szenario des Großalarms: Ein Murenabgang, der die Zufahrtstraße zum See unpassierbar gemacht hatte. Mehrere Fahrzeuge stürzten ins Wasser, rund zehn Personen galten als vermisst oder befanden sich in akuter Lebensgefahr. Zusätzlich trat laut Einsatzszenario Diesel aus den Fahrzeugtanks aus, was die Gefährdungslage noch verschärft.

Wichtig für Einsatzkräfte

Übungsleiter Kurt Rath erklärt: „Bei einem echten Schadensereignis müssen alle Einsatzkräfte zusammenarbeiten wie ein Getriebe. Um das zu garantieren, indem wir Abläufe optimieren und mögliche Schwachstellen nicht erst im Ernstfall entdecken, halten wir solche Übungen ab.“ Auch dass die Einsatzkräfte einander vor etwaigen Einsätzen kennenlernen, wirke vertrauensbildend, so Rath weiter.

Kurt Rath, Leiter der Steirischen Wasserrettung
Kurt Rath, Leiter der Steirischen Wasserrettung © Robert Cescutti

Die Übung selbst war jedenfalls spektakulär: Um die fiktiv verletzten Personen bergen und versorgen zu können, wurden mehrere Einsatzkräfte mit den Hubschraubern eingeflogen.

Nach mehreren Stunden intensiver Szenarien konnte die Übung um 15 Uhr beendet werden. Die Einsatzleiter zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Bezirksrettungskommandant Roman Wonisch sagt etwa: „Ein großer Dank gilt der Organisation, insbesondere Kurt Rath. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen hat sich einmal mehr eindrucksvoll gezeigt. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf die hervorragende Kooperation aller beteiligten Organisationen.“