USA und der Iran haben sich auf einen Rahmen für eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage geeinigt. Die Vereinbarung müsse aber noch von US-Präsident Donald Trump gebilligt werden, erfuhr AFP am Donnerstag aus US-Kreisen. Zuvor hatte bereits „Axios“ über eine Einigung berichtet. Laut dem Nachrichtenportal verständigten sich beide Seiten auf eine Absichtserklärung, mit der die Feuerpause verlängert und Verhandlungen über das Atomprogramm aufgenommen werden sollen.

Die Vorabvereinbarung löst laut dem Nachrichtenportal demnach die Frage des iranischen Atomprogramms noch nicht, öffnet aber den Weg für vertiefte Gespräche dazu. Der mögliche Fortschritt in den Verhandlungen erfolgt inmitten neuer Spannungen zwischen Washington und Teheran.

Angriffe trotz Waffenruhe

Nach gegenseitigen Angriffen hatten der Iran und die USA einander am Donnerstag mit scharfen Worten die Verletzung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe vorgeworfen. Einen iranischen Angriff auf den Golfstaat Kuwait bezeichnete das US-Regionalkommando CENTCOM als „eklatanten Verstoß“ gegen die Feuerpause. Zuvor hatten die USA erneut Ziele im Iran beschossen. Die iranischen Revolutionsgarden drohten im Falle weiterer US-Angriffe mit einer „entschiedenen Antwort“.

Ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges ist neben dem iranischen Atomprogramm die Straße von Hormuz. Durch die Meerenge wird normalerweise ein großer Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels abgewickelt. Der Iran blockiert die Wasserstraße seit Kriegsbeginn Ende Februar weitgehend.