Michael Valgren hat auf der hügeligen 17. Etappe des Giro d'Italia einen emotionalen Sieg gefeiert. Der 34-jährige Däne setzte sich in Andalo aus einer sechsköpfigen Fluchtgruppe kurz vor dem Ziel ab und rettete den Vorsprung vier Jahre nach einem schweren Unfall, der beinahe seine Karriere beendet hätte, zu seinem seither größten Sieg ins Ziel. 2022 war Valgren bei der letzten Etappe der Route d‘Occitanie in eine Schlucht gestürzt und hatte sich dabei das Becken gebrochen.

Mit Valgren am Podest standen der Norweger Andreas Leknessund, der bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt zum dritten Mal Zweiter wurde, und der Italiener Damiano Caruso. An der Spitze des Gesamtklassements gab es auf der mit 202 km längsten Etappe der Finalwoche am Mittwoch keinen Umsturz. Felix Gall kam nach 3.200 Höhenmetern mit teils heftigen Regenfällen und Hagel als 41. (+5:15 Min.) zeitgleich mit Jonas Vingegaard ins Ziel. Der Österreicher rangiert in der Gesamtwertung als Zweiter weiter etwas mehr als vier Minuten hinter dem Leader aus Dänemark.

Die 18. Etappe führt am Donnerstag über mehrheitlich flache 171 km von Fai della Paganella nach Pieve di Soligo. Vor dem Finale in Rom am Sonntag stehen noch zwei schwere Bergetappen an.