Ende gut, alles gut. Ja, das darf nach Österreichs WM in Zürich durchaus gesagt werden, obwohl das letzte Spiel gegen die USA mit 1:4 verloren ging. Damit wurde zwar die Chance auf das Viertelfinale verpasst, aber Österreich war gegen den Weltmeister auch alles andere als der Favorit. „Overall war das eine wirklich gute WM“, sagte Team-„Küken“ Leon Kolarik (18) völlig zurecht. Der Youngster bekam am Ende auch noch den Preis für den Spieler der Partie, als Österreichs Beste wurden Kapitän Peter Schneider, Vinzenz Rohrer und Benjamin Nissner ausgezeichnet.

Team Austria hatte den Klassenerhalt nach zwei, die Viertelfinal-Chance nach drei Spielen in der Tasche. „Das hätte uns niemand zugetraut, dass wir so nahe am Viertelfinale sind, also können wir stolz sein“, so der Wiener Übersee-Legionär Kolarik, der einen Großteil der Familie in Villach hat und auch in zwei Wochen in Klagenfurt ins Sommertraining einsteigen wird.

Wie immer mehr wollte der Offensiv-Turbo Rohrer, weshalb der Stolz noch nicht in sein Gesicht geschrieben war und er zerknirscht zugab: „Sicher kann man am Ende stolz sein, extrem schade ist es dennoch.“ „Vor allem, weil wir am Anfang und am Ende des Spiels gezeigt haben, dass wir auch mit denen mitspielen können“, fügte 99ers-Stürmer Tim Harnisch, der nach vier Minuten die Latte getroffen hatte, hinzu.

Der Teamchef war äußerst stolz auf seine Mannschaft

Teamchef Roger Bader war am Ende glücklich über die Leistung seiner Jungs: „Mit dieser Gruppe hatten auch einige gesagt, dass wir uns mit dem Klassenerhalt schwertun würden, die Mannschaft hat das super gemacht.“ Am Ende gegen die Amerikaner war Team Austria sogar die bessere Mannschaft, „hat noch einmal toll aufgespielt. Das habe ich in der zweiten Pause gefordert, denn so eine Kulisse von über 9000 Zuschauern haben sie auch nicht immer.“

Die WM war für den in Zürich lebenden Bader natürlich besonders. Und besonders freute er sich, „dass die Schweizer Fans auch immer hinter unserem Team gestanden sind. Durch unseren Kampfgeist und die Leidenschaft haben wir viele Sympathien gewonnen.“