Am Längsee im Bezirk St. Veit ist es am Sonntag zu einem schweren Badeunfall gekommen. Ein rumänischer Staatsbürger (22), der in St. Veit wohnt, schwamm gegen 14 Uhr mit seinem Freund (17) vom Steg nahe der Wasserrutsche zu einer künstlichen Insel im See, als er Krämpfe bekam und unterging.
Sein Freund, der mehrmals nach ihm tauchte, konnte den 22-Jährigen jedoch nicht mehr sehen und auch nicht erreichen. Auch Badegäste, die von Rufen des 17-Jährigen alarmiert wurden und zur Unfallstelle schwammen, konnten trotz mehrerer Tauchversuche den Rumänen nicht retten. Bis zum Eintreffen der Wasserrettung konnten die Helfer allerdings den mittlerweile völlig erschöpften 17-Jährigen über Wasser halten.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Badegäste hatten inzwischen die Einsatzkräfte alarmiert und die Rettungskette in Gang gesetzt. Um 14.11 Uhr wurde von der Landesalarm- und Warnzentrale Tauchalarm ausgelöst und die Freiwilligen Feuerwehren Thalsdorf, Launsdorf, St. Veit, Edling, Peratschitzen, Rückersdorf, Stein im Jauntal, Völkermarkt, die Berufsfeuerwehr Klagenfurt und Taucher der Österreichischen Wasserrettung wurden alarmiert.
Unfallstelle mit Boje markiert
Nur zwölf Minuten später war die FF St. Veit mit dem Einsatzboot und zwei Tauchern vor Ort. Um 14.35 Uhr gingen sie gemeinsam mit zwei Tauchern der Berufsfeuerwehr, die mit dem Polizeihubschrauber „Libelle Lima“ eingeflogen wurden, ins Wasser.
Nachdem der Ort, an dem die Person untergegangen ist, von Augenzeugen gut beschrieben werden konnte und von privat anwesenden Feuerwehrmitgliedern gleich eine Boje zur Orientierung gesetzt werden konnte, wurde um 14:38 Uhr mit der Suche begonnen, schildert Jürgen Sampl, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit.
In kritischem Zustand ins Klinikum
Nach wenigen Minuten konnte der 22-Jährige in einer Tiefe von 14 Metern gefunden und geborgen werden. Er wurde an Bord des Einsatzbootes der FF St. Veit gebracht, wo mit Reanimationsmaßnahmen begonnen wurde. Um 14.51 Uhr konnte der Patient dem Roten Kreuz am Land übergeben werden. Der Patient wurde vom Roten Kreuz weiter notfallmedizinisch versorgt und unter laufender Reanimation in kritischem Zustand in das Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Dort ist er dann leider verstorben.
Der 17-Jährige wurde zur Kontrolle ins Elki Klagenfurt gebracht. Er blieb körperlich unverletzt, wurde aber vom Kriseninterventionsteam betreut.
Die Feuerwehren waren mit 65 Kräften im Einsatz, die Wasserrettung war mit 20 Mitgliedern vor Ort, das Rote Kreuz stellte zehn und die Polizei sechs Einsatzkräfte.