Wer mit dem Auto oder dem Rad durch Klagenfurt fährt, braucht nicht nur starke Nerven, sondern auch gute Reifen und Dämpfer. Denn nicht alle Straßen, die durch die Kärntner Landeshauptstadt führen, befinden sich im optimalen Zustand. Doch welche Stelle in Klagenfurt ist die schlimmste?

Diese Frage stellte die Kleine Zeitung vor wenigen Wochen ihren Leserinnen und Lesern auf Facebook. Hunderte Nachrichten und Antworten waren die Folge, einige Straßenabschnitte wurden mehrfach genannt. Jetzt haben die Leserinnen und Leser die Möglichkeit, aus fünf häufig genannten Straßen ihren „Favoriten“ zu wählen. Jene Schlaglöcher stellen sich dem Voting, das bis zum 31. Mai läuft. Das siegreiche Schlagloch wird anschließend „prämiert“.

160 Straßenkilometer in schlechtem Zustand

Der Stadt Klagenfurt ist das Problem bekannt. Sie muss sich um rund 670 Straßenkilometer kümmern. Auch das Land Kärnten steht in der Verantwortung, muss 31 Landesstraßen- und 53 Bundesstraßen-Kilometer in Klagenfurt erhalten. Der Zustand der Straßen wird in fünf Kategorien eingeteilt. 144,5 Kilometer befinden sich in Kategorie 4, fast 17 Kilometer in Kategorie 5 – die zwei schlechtesten Bereiche. Dazu gehören insbesondere die Bahnhofstraße, die 8.-Mai-Straße, Teile der Pischeldorfer Straße, der Alte Platz, Pfarrplatz, Kardinalplatz, die Paradeisergasse oder die Kraßnigstraße.

„Aufgrund der Zwölftelregelung sowie der verspäteten Freigabe finanzieller Mittel konnten nicht alle geplanten Projekte umgesetzt werden“, sagt Straßenbaureferentin Sandra Wassermann (FPÖ). Nicht nur das Budget, auch eine unbesetzte Bauleiterstelle würde zu Verzögerungen führen. In der Projektplanungsliste verbleiben Großvorhaben in Höhe von 40 Millionen Euro.

Heuer soll das Straßenbau-Budget rund 8,5 Millionen Euro betragen. 50 Straßen sind für größere und kleinere Sanierungen vorgesehen. Im Vorjahr blieben im Bereich Straßenbau und Verkehr rund 1,2 Millionen Euro unverbraucht, was zu Kritik von Finanzreferentin Constance Mochar (SPÖ) führte.