Am Donnerstagvormittag ging der Neubau des Heinzelstegs in die entscheidende Phase. Das Stahltragwerk wurde mit einem Tieflader angeliefert und anschließend mit einem Kran von der Seite Villacher Straße aus eingehoben. Sämtliche Versorgungsträgerleitungen im Stahltragwerk der Brücke wurden bereits im Werk eingebaut sowie der vollständige Korrosionsschutz aufgebracht.

Das Einheben auf die Widerlager war Millimeterarbeit. Kurz vor Mittag setzte das Haupttragwerk in seiner fixen Position auf und konnte befestigt werden. „Ich bin froh, dass nach über 20 Jahren Diskussion dieses wichtige Bauwerk über den Lendkanal endlich gemeinsam umgesetzt werden konnte. Wir liegen genau im Zeitplan und können die neue Brücke bald für die Bevölkerung freigeben“, wird Straßenbau- und Verkehrsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann (FPÖ) in einer Aussendung der Stadt zitiert.

Neuer Steg im Juli fertig

Ab Juli kann der neue Heinzelsteg überquert werden. Als nächster Schritt wird die lang gezogene Rampe auf der Seite Tarviser Straße errichtet. Durch den nahezu ebenen Verlauf zur Brücke ist künftig ein barrierefreier Zugang von beiden Seiten möglich. Auf der neuen Brücke gibt es mehr Platz – die Tragwerksbreite wurde von derzeit 2,30 Meter auf drei Meter erhöht. „Vor allem Familien mit Kinderwägen, Radfahrer und Rollstuhlfahrer kommen in Zukunft problemlos über die Rampen, das Überqueren der Brücke verbessert sich wesentlich. Ein eigenes LED-Beleuchtungskonzept sorgt auch in den Abendstunden für Sicherheit“, erklärt Daniel Sebö, Leiter der Abteilung Straßenbau und Verkehr. Etwa 1,1 Millionen Euro betragen die Gesamtprojektkosten für den Heinzelsteg.

Sobald die neue Brücke freigegeben ist, wird das alte Tragwerk abgetragen. Ab Anfang August startet die nächste Projektphase beim Heinzelsteg. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird mit dem Land Kärnten beim Fußgängerübergang Villacher Straße eine neue Ampelanlage bis Mitte September errichtet. Im vergangenen Oktober schätzte die Stadt die Kosten dafür auf bis zu 600.000 Euro.

Ende Oktober 2025 startete die Bauphase für den Heinzelsteg neu. Noch vor dem Winter wurden die erforderlichen Tieffundierungen, vermörtelte duktile Pfähle mit einer Pfahllänge von 30 Meter, für alle Fundamente hergestellt. Parallel dazu erfolgten Vorbereitungsarbeiten für das Stahltragwerk. Nach einer Winterpause wurden von März bis Mitte Mai sämtliche Betonarbeiten bei den Widerlagern und den Rampenbauwerken durchgeführt. Dabei wurde darauf geachtet, dass eine Fußgängerverbindung zur Villacher Straße immer gewährleistet bleibt.