Ein Läufer hatte am Mittwoch am Ufer des Schöcklbachs beim Annagraben im Bereich Sundlweg eine Schlange entdeckt. Ein Foto, das er einem Bekannten zeigte, sorgte dann für Aufsehen. Dieser meldete sich bei der Landeswarnzentrale. Reptilien- und Amphibienexperten Werner Stangl wurde daraufhin informiert.
Zwar sieht man den Kopf der Schlange auf dem Bild nicht, jedoch gibt es Hinweise, um welche Art es sich handelt. Stangl geht demnach aufgrund des Körpermusters von einer Königspython aus, die wohl ausgesetzt wurde. Wie soll aber nun die Bevölkerung vorgehen? „Wenn ihn jemand sichten sollte, bitte nicht zu nahe gehen, um ihn nicht zu verscheuchen. Stattdessen ein Bild machen und mich kontaktieren“, so Stangl. Die Kronen Zeitung berichtete zuerst über den Vorfall.
Schlangen sind keine Gefahr für den Menschen
Während die Würgeschlange tatsächlich eine außergewöhnliche Sichtung ist, muss man sich ansonsten vor steirischen Schlangen nicht fürchten. In Graz beispielsweise leben vier Natternarten – die Ringelnatter, die Äskulapnatter, die Würfelnatter und die Schlingnatter – alle sind ungiftig und für den Menschen keine Gefahr.
Stangl erzählt, dass sich in den letzten Jahren die Meldungen beim Notruf vermehrt häuften, weil Passanten auf Schlangen stießen. Die Angst ist aber unbegründet. Der Experte hält nämlich fest: „Menschen sind für die Schlangen gefährlicher als umgekehrt.“
Zuletzt sank die Schlangenpopulation. Durch Verbauung wurde der Lebensraum der Reptilien sukzessive kleiner.