Ein großer roter Punkt markiert jenen Baum, von dem momentan eine größere Gefahr ausgeht, als man auf den ersten Blick vielleicht meinen möchte. Dieser sogenannte Urweltmammutbaum steht direkt über dem Atrium-Gebäude, mitten im Klagenfurter Stadtteil Viktring. Aber nicht mehr lange.
Denn der Baum ist gefährlich. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Stadt in Auftrag gegeben hat. Ein Ziviltechniker stellte fest, dass der Baum rund fünf Tonnen wiegen soll – zu viel für die unter dem Baum befindliche Decke des Atrium-Gebäudes. Der Urweltmammutbaum könnte die Betondecke durchbrechen, lautet die Einschätzung.
Baum wird auf 50 Jahre geschätzt
Seit rund 50 Jahren steht der „Metasequoia glyptostroboides“ an jenem Platz – vermutlich, denn das Alter basiert nur auf einer Schätzung. „Das ,Atrium‘ wurde zu Beginn der 1970er-Jahre errichtet, wir gehen daher davon aus, dass die dortigen Baumpflanzungen ebenfalls im Laufe der 1970er-Jahre erfolgten“, heißt es vonseiten des Klagenfurter Stadtgartenamts.
Im Jänner 2014 ersteigerte die Stadt die 1800 Quadratmeter große unterirdische Sportanlage für 90.000 Euro. Die damalige Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) forderte die Fraktionen anschließend auf, an einer Nachnutzung zu arbeiten. Was sich heute im Atrium befindet? „Das Gebäude steht leer“, übermittelt die Stadt.
Um trotzdem größere Schäden zu verhindern, muss der Baum weichen. Abhängig vom Wetter, den personellen Ressourcen und der Verfügbarkeit notwendiger technischer Gerätschaften, wird der Baum kommende Woche gefällt.