Wie berichtet, soll ein 64-Jähriger in der Weizer Gemeinde Gersdorf an der Feistritz seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr erschossen haben. Drei Tage lebte der Oststeirer nach mehreren Suizidversuchen neben seiner getöteten Ehefrau, ehe er eine Verwandte anrief, die sofort die Polizei alarmierte. Der Verdächtige wurde am Mittwochnachmittag am Tatort festgenommen. Mittlerweile zeichnet sich ein Motiv ab: Die Krankheit der Frau dürfte den Mann zur Bluttat getrieben haben.
Auf dieses Ereignis reagiert der Zonta Club Feldbach mit tiefer Betroffenheit und großer Bestürzung: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freund:innen und allen Menschen, die von dieser unfassbaren Tat betroffen sind. Ihnen gilt unser aufrichtiges Mitgefühl“, schreibt der Club in einer Aussendung.
Gesellschaftliches Problem
Der Zonta Club macht darin deutlich, dass ein Femizid mehr sei als eine Tragödie: „Er ist die letzte Eskalationsstufe von Gewalt gegen Frauen und Ausdruck eines gesellschaftlichen Problems, das uns alle betrifft. Hinter jeder Tat stehen Warnsignale, Gewaltstrukturen und oft ein Umfeld, das hinsieht, aber zu selten handelt.“
Der Club ruft Politik, Institutionen, Gemeinden und jede einzelne Person auf, Gewalt nicht zu verharmlosen, zu verschweigen oder als Privatsache zu betrachten: „Hinsehen, Ansprechen, Unterstützen und frühzeitiges Eingreifen können Leben retten“, betont der Club in der Aussendung. Die Verantwortung dafür, dass Frauen Schutz erfahren und Warnsignale ernst genommen werden, müsse man gemeinsam tragen. „Keine Frau darf um ihr Leben fürchten müssen. Kein weiterer Femizid“, fordert der Zonta Club Feldbach.