Nur dreieinhalb Wochen nachdem im südsteirischen Heimschuh ein 36-jähriger Mann seine Frau und danach sich selbst erschossen hatte, kam es am Mittwoch in der Steiermark erneut zu einer blutigen Gewalttat unter Eheleuten. In Gersdorf an der Feistritz im Bezirk Weiz soll ein 64-jähriger Mann seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr erschossen haben. Der Verdächtige konnte noch am Tatort festgenommen werden, so die Erstmeldung der Landespolizeidirektion Steiermark.
Die Bluttat ereignete sich in einem relativ abgelegenen und schwer zu erreichbaren Gehöft im Ortsteil Gschmaier. Noch unklar ist der Zeitpunkt der Tat. Laut ersten Informationen der Polizei hat der 64-Jährige aber am Nachmittag eine nahe Verwandte angerufen und ihr im Gespräch mitgeteilt, dass er seine Ehefrau getötet habe. Die Verwandte alarmierte darauf sofort die Polizei.
Polizeiverhandler nahmen Kontakt mit dem Mann auf
Der Oststeirer hielt sich danach weiter in seinem Haus auf, die Polizei rückte mit mehreren Streifen, dem Einsatzkommando Cobra und der Verhandlungsgruppe an. Den Spezialisten für Gesprächsführung gelang es rasch mit dem Oststeirer im Haus Kontakt aufzunehmen. Nach einiger Zeit verließ er das Haus und ließ sich widerstandslos festnehmen, so Polizeisprecher Fritz Grundnig zur Kleinen Zeitung.
Über das Motiv der Tat herrscht noch Unklarheit. Der Mann ist in Polizeigewahrsam, die Einvernahmen durch die Ermittler des Landeskriminalamts hatten am Mittwochabend noch nicht begonnen. Offenbar dürften sich keine weiteren Personen zum Tatzeitpunkt im Haus befunden haben.
Der Artikel wird laufend ergänzt.