Nach dem Fund einer erschossenen Frau in Kottingbrunn (Bezirk Baden) soll ein Verdächtiger in Polizeigewahrsam sein. Das berichtet die „Krone“. Die Ermittlungen wegen Mordverdachts sind am Donnerstag weitergelaufen. Die Erhebungen konzentrieren sich laut Landeskriminalamt Niederösterreich allerdings erst einmal auf das Umfeld der Verstorbenen. Vonseiten der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gab es auf APA-Anfrage „aus kriminaltaktischen Gründen keine Auskünfte“. Weil es sich laut Medien um ein sehr kleines Kaliber handelte, war der Schusskanal zunächst nicht erkennbar.

Die Eltern hatten die leblose 27-Jährige, die eine Kopfwunde hatte, am 14. Mai entdeckt. Zunächst sei auch ein Sturz als Todesursache in Frage gekommen, hieß es. Aufgrund unklarer Umstände wurde eine gerichtsmedizinische Untersuchung angeordnet. Im Zuge der Obduktion wurde ein Kopfschuss als Todesursache festgestellt.

Munition wird häufig von Sportschützen und Jägern verwendet

Laut Medienbericht handelte es sich um Kaliber-22-Munition, die häufig von Sportschützen oder bei der Jagd auf Niederwild verwendet wird. Am Tatort selbst wurden Berichten zufolge keine Einbruchsspuren festgestellt – daher wird vermutet, dass die Frau den Täter selbst in ihre Wohnung gelassen hat.

Die Eltern hatten laut „Kurier“ tagelang erfolglos versucht, ihre Tochter zu erreichen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fuhren sie am 14. Mai zur Wohnung der Frau und öffneten die Tür mit einem Zweitschlüssel. Im Inneren fanden sie die leblose 27-Jährige, für sie kam jede Hilfe zu spät.