Eine „Watschn“ aber kein Beinbruch war das 0:9 gegen die Schweizer, das im vierten WM-Spiel von Zürich auch die erste ÖEHV-Niederlage bedeutete. Mit einem Zuwachs auf dem Punktekonto hatte sowieso keiner wirklich gerechnet.

Anders schaut es da schon beim bevorstehenden Duell mit den Deutschen am Samstag (20.20 Uhr, ORF 1) aus. Die sind und bleiben bei einer A-WM der Favorit, haben allerdings aus vier Spielen erst einen einzigen Punkt (3:4 n. P. gegen USA) geholt. Und als dann nach dem 6:1-Kantersieg der Schweizer Sven Andrighetto auch noch folgenden Satz zum Besten gab, war der Aufschrei groß: „Es ist Deutschland – die tun dir nie leid!“

Rohrer (vor dem Tor) und Zwerger (Nummer 16) kehren zurück
Rohrer (vor dem Tor) und Zwerger (Nummer 16) kehren zurück © GEPA pictures

Auch in Österreichs Kabine machte der Satz, „Gut für sie, dass sie nächstes Jahr WM-Gastgeber sind und nicht absteigen können“, die Runde. Etwas, das einem natürlich auf den Kopf fallen kann, aber auch Ausdruck vom Glauben, etwas holen zu können. Auch, weil man jetzt zwei Tage frei hat, am Donnerstag gar keinen Eiskontakt suchte und das malerische Zürich genoss, während die Deutschen am Freitag gegen Ungarn ranmüssen. Und, weil Vinzenz Rohrer und Dominic Zwerger zurückkommen werden. „Gegen die Schweiz wurden sie geschont, sind leicht angeschlagen. Wäre es ein siebtes Spiel bei der WM gewesen, hätten sie auch gespielt“, sagt Bader.

Ein Punkt gegen die Deutschen sollte genügen

Der auch in für ihn untypischer Art die Goaliefrage eigentlich schon löste, indem er auf die geschonten Spieler gegen die Schweiz sagte: „Auch Atte (Tolvanen, Anm.) habe ich gar nicht umziehen lassen. Ich sage nicht, wer spielt, aber es wäre ja keine große Überraschung wenn er am Samstag im Tor steht.“ Für ein spannendes Derby, in dem Österreich ein Punkt gegen Deutschland ziemlich sicher fürs Viertelfinale reicht, ist jedenfalls gesorgt.