Wo sind die Kinder? Und wollen sie überhaupt gefunden werden? Dennoch machen sich zwei Frauen in einem durchaus dystopischen Szenario auf die Suche nach einer Gruppe Kinder. Das Kärntner Teatro Zumbayllu entführt in ein Niemandsland, fernab der Zivilisation, um aktuelle Fragen zu verhandeln.
Wollen die Kinder gefunden werden?
Premiere des Theaterstücks „vielleicht auch ohne Grund“ ist am 22. Mai um 20 Uhr im Klagenfurter Ventil (Kardinalplatz 1). „Die Frage ist auch: Wollen die Kinder überhaupt, dass man sie sucht,“ sagt Florian Zambrano, der die Texte zum Stück geschrieben hat. Anna Russegger und Sara Zambrano schlüpfen in die Rollen der suchenden Frauen, Fabian Mang steuert die Musik bei. Das Bühnenbild gestaltete Kamran Gharabaghi, die Kostüme schneiderte Sarah Mattitsch. „Überall auf der Welt gibt es Konflikte und sehr viel Ungerechtigkeit. Uns hat bewegt, dass im Namen von Kriegen und Wirtschaftswachstum viele Errungenschaften wie der achtsame Umgang mit der Natur wieder verworfen werden,“ sagt Zambrano. Im Blick hat er dabei immer die Kinder: „Was leben wir unseren Kindern vor?“ Das Teatro Zumbayllu will mit diesem Theaterstück nach „Auswegen und Utopien“ suchen.