Vorbeikommen, genießen, plaudern und nach einer eventuell stressigen Arbeitswoche entspannt herunterkommen. Am 3. Juli sollte man sich nach der Arbeit etwas rot im Kalender eintragen. Ein paar Freitage müssen die Feldkirchner bis dahin zwar noch ohne überstehen, aber dann kann bei der Afterwork-Party ordentlich gefeiert werden.
Was man bereits aus Klagenfurt und anderen Städten und Gemeinden kennt, kommt nun endlich auch nach Feldkirchen. „Natürlich ist die Idee ein wenig abgekupfert, weil es das ja bereits gibt. Aber im Grunde genommen liegt uns ein Thema schon sehr lange am Herzen und so hat es perfekt gepasst, dass wir uns nun dazu entschieden haben“, erklärt Andrea Pecile, die das Feldkirchner Stadtmarketing über hat. Welches Thema sie meint? „Feldkirchen hat für junge Leute nicht so viel zu bieten, wie wir das gerne hätten. Klar, es hat sich in letzter Zeit einiges getan, aber wir können natürlich immer noch mehr tun und anbieten.“
Eine Party nach der Arbeit
Der Hauptplatz, er wird wie beim Wochenmarkt auch am 3. Juli für die Veranstaltung gesperrt werden, besteht zum großen Teil aus Gastronomie, die Leute treffen sich ohnehin bereits gerne dort, wenn sie nach der Arbeit noch etwas mit Freunden oder Kollegen unternehmen wollen. Mit der Afterwork-Party ist es aber kein loses Treffen, sondern ein zukünftiger regelmäßiger Fixpunkt, wenn diese beim ersten Mal gut angenommen wird. Dann nämlich steht schon ein zweiter Termin, am ersten Freitag im August, fest. „Wir sind nicht Klagenfurt oder Villach, wir wollen es also auch nicht jeden Freitag machen, aber einige Freitage im Sommer, neben den übrigen Veranstaltungen, werden es schon sein“, ergänzt Pecile. „Und in weiterer Folge wollen wir das ab dem kommenden Jahr bereits früher starten und fix in unseren Veranstaltungskalender eintragen“, sagt Bürgermeister Martin Treffner.
Entspannte DJ-Beats inklusive
Denn auch die Stadtgemeinde ist in die Party involviert. „Den DJ und die Werbung übernehmen wir. Wir wollten auch das einfach einmal ausprobieren“, erklärt Treffner und ergänzt, unisono mit Pecile: „Die Leute lechzen nach so etwas. Sie wollen nach draußen, nach der Arbeit zusammensitzen und die Zeit genießen.“ Das zeigt auch eine Instagram-Umfrage der „feldkirchen_elite“-Seite. Zwei Drittel der Befragten freuen sich bereits auf das Event.
Damit es eine abgerundete Sache wird, gibt es nicht nur Musik, die in zufälliger Reihenfolge aus den Boxen ertönt, sondern mit Samuel Schneeberger einen DJ, der für die richtige Stimmung sorgen wird. „Samuel ist vor ein paar Monaten mit einer Idee an mich herangetreten und hat gefragt, wie es aussieht, ob wir denn nicht etwas auf die Beine stellen könnten“, erzählt Pecile. Aufgrund der Größe des Hauptplatzes muss dieser auch qualitativ hochwertig bespielt werden, „sonst ist das für mich ein Reinfall“, sagt Pecile.
Dafür ist Schneeberger genau der Richtige. Der Feldkirchner produziert Musik, legt als DJ Slandersam auf und hat im vergangenen Jahr ein sogenanntes „‚HOQS Paraflex Soundsystem‘ gebaut“, sagt er selbst und erklärt: „Das Hauptaugenmerk liegt auf glasklarem, tiefgehendem High-Impact-Sound mit dem entsprechenden Engineering im Hintergrund. Dieser Aspekt wird in unseren Breiten leider viel zu oft vernachlässigt und als zu wenig wichtig angesehen. Bei einer Musikveranstaltung muss das Soundsystem aber einfach gut klingen und Spaß machen, genau das macht den großen Unterschied. Das kann ich damit realisieren.“
Zusammenkommen und feiern
Gespielt wird am Innenplatz des Hauptplatzes ab 17 und bis 23 Uhr. Was genau? „Groovie House, Nu-Disco, Techhouse, UKG (Anm.: Genre der elektronischen Musik) und eventuell Drum and Bass, falls die Lust darauf besteht“, sagt Schneeberger. Pecile fügt hinzu: „Es ist kein Feuerwehrfest, da muss also coole Loungemusik laufen. Natürlich ist es eine Party, aber man will ja zusammensitzen, essen und sich auch unterhalten können.“
Der ganze Platz wird involviert, als Pecile mit der Idee auf die Gastronome zuging, waren alle sofort begeistert. „Jetzt steht noch ein Termin mit den Wirten an, wer was macht, damit es ein abgerundetes Programm sein wird.“ Der Vorteil sei, dass bereits jeder Wirt seine Sitzplätze im Freien hat. „Die Gastgärten werden dafür aber vergrößert, am Hauptplatz wird es ein paar Stehtische geben, der Rest ist frei, damit die Leute auch eventuell tanzen können.“ Was es nicht geben wird, sind Bierbänke. „Die braucht es aber auch nicht, weil man sich ja ohnehin zu den Lokalen setzen kann.“
Zehn Betriebe sind dabei
Unter dem Motto „Zehn Wirte - eine Idee“, haben sich dafür das Gasthaus Krone, „Brixis klane Kneipn“, Hefehaus, BellAntik, das Restaurant Mythos, Il Gusto, der Vietnamese „Le“, das Café Amthof, „Buci‘s“ Kebap und das Walten zusammengetan. „Eines kann ich schon verraten, beim Walten wird es wieder die beliebte Aperolbar geben“, sagt Treffner. „Das machen wir natürlich gerne, nachdem das bei den letzten Malen immer so gut angekommen ist“, sagt Walten-Chefin Johanna „Hanni“ Niederbichler. „Da freuen wir uns auf einen Haufen coole Drinks, unser Slogan lautet ja auch: ‚Leben auf der Aperolspur im ‚das Walten‘‘“, sagt sie lachend. „Wir sind auch ein junges Team, daher liegt es uns auch schon lange am Herzen, dass etwas für junge Leute in Feldkirchen gemacht wird. Und wie man das in anderen Gemeinden sieht, kommt es ja auch echt gut an.“ Voller Vorfreude hofft sie, „dass das jetzt nur der Startschuss für etwas ganz Großes und Tolles wird. Wir sind auf jeden Fall mit Herzblut dabei.“ Bei Regen gibt es übrigens auch schon einen Plan: Sollte das Wetter nämlich nicht mitspielen, ist der 17. Juli als Ersatztermin angedacht.