Abschreibungen im Zuckergeschäft haben die börsennotierte Agrana im Geschäftsjahr 2025/26 in die Verlustzone gedrückt. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 35,6 Millionen Euro, der Umsatz ging um 7,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis stieg um 6,2 Prozent auf 81,2 Millionen Euro, wie der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern am Dienstag mitteilte. Die Dividende soll halbiert werden.
Aufgrund niedriger Zuckerpreise schloss die Agrana im März 2025 die Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf im Marchfeld sowie Hrušovany in Tschechien. „Das Zuckergeschäft blieb operativ schwach, zeigte aber dank Restrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr erste Verbesserungen“, kommentierte Agrana-Chef Stephan Büttner die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions habe sich „sehr gut“, die Stärke-Sparte habe „marktbedingt unter rückläufigen Ergebnissen“ gelitten.
Die Agrana ist bei Endkunden in Österreich vor allem mit ihrer Marke „Wiener Zucker“ bekannt. Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern beschäftigte per Ende Februar rund 8400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Rückgang von rund 600 Mitarbeitern (-6,4 Prozent) zur Vorjahresperiode.
Dividende halbiert
Wie bereits berichtet, wird der Agrana-Vorstand der Hauptversammlung heuer die Ausschüttung einer Dividende von 0,35 € je Aktie vorschlagen. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erhielten Aktionäre noch eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie.
Für das laufende Geschäftsjahr ist der Agrana-Chef zuversichtlich, „ein zumindest stabiles operatives Ergebnis und eine sehr deutliche EBIT-Verbesserung“ zu erreichen. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll sich auf 70 bis 90 Millionen Euro belaufen. Beim Konzernumsatz geht der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern von „einem leichten Anstieg“ aus.