19-mal stiegen die in Zeltweg stationierten Eurofighter im Vorjahr zu Alarmstarts auf. Das war notwendig, um mögliche Luftraumverletzungen oder andere sicherheitsrelevante Vorfälle zu überprüfen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Insgesamt sei man im letzten Jahr 55-mal aktiv geworden, um die Sicherheit und Kontrolle im österreichischen Luftraum zu gewährleisten.

Eine durchschnittliche Flugstunde einer unserer 15 Eurofighter der Tranche 1 schlägt sich derzeit übrigens mit rund 75.000 Euro zu Buche. Das jährliche Kontingent an Flugstunden wird immer schon im Voraus budgetiert und teilt sich am Ende zwischen Einsatz und Training auf.

36 Militärflügen fehlte die Genehmigung

Eine weitere interessante Zahl: 5127 Überflüge ausländischer Militärluftfahrzeuge über das österreichische Staatsgebiet wurden im Vorjahr registriert. 573 davon fielen allein auf den Monat April, als eine große Nato-Übung („Ramstein Flag“) zur Verteidigung des europäischen Luftraums stattfand. „Jeder einzelne Überflug wird dabei im Einklang mit der geltenden Rechtslage geprüft, beurteilt sowie genehmigt oder abgelehnt. 36 nicht genehmigte Überflüge ausländischer Militärluftfahrzeuge konnten bereits im Vorfeld oder noch vor Einflug in den österreichischen Luftraum abgewiesen werden“, erklärt man im Verteidigungsministerium.

Einen Aufwärtstrend verzeichnet das Bundesheer bei den Piloten. Derzeit arbeiten 16 Einsatzpiloten mit dem System Eurofighter. Zwei stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung, vier weitere wurden im Vorjahr in Italien auf dem Leonardo M-346 auf das Eurofighter-Cockpit vorbereitet. Alleine für die Ausbildungen im Ausland (Italien und Deutschland) gab das Bundesheer im Vorjahr mehr als 3,1 Millionen Euro aus.

Generalmajor Gerfried Promberger, Österreichs „Airchief“

Künftig wird mehr am Simulator trainiert

Das wird sich aber nach der Ankunft der neuen Jet-Trainer im Jahr 2028 ändern, damit kann das Bundesheer wieder die Jet-Pilotenausbildung vollständig im Inland durchführen. „Die gesamte Ausbildung eines Eurofighter-Piloten kostet uns derzeit 14 Millionen Euro“, ließ erst diese Woche Generalmajor Gerfried Promberger, der Kommandant der Luftstreitkräfte, bei einem Pressetermin aufhorchen. Fünf bis acht Jahre dauert es vom fliegerischen Eigungsfeststellung auf der DA-40 in Zeltweg bis zum fertigen Einsatzpiloten am Überschalljet – mehr zur dazu hier. Geht es nach Promberger, sollen in Zukunft die Piloten des Bundesheeres mehr als 50 Prozent ihrer Ausbildung und ihres Trainings auf Simulatoren absolvieren, das spart auch Flugstunden.