Gute Tierhaltung orientiert sich an Faktoren, die für das Wohlbefinden der Tiere verantwortlich sind. Tierwohl wird über das Prinzip der fünf Freiheiten definiert: Freiheit von Hunger, Durst und falscher Ernährung, Freiheit von Unbehagen, Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit, Freiheit von Angst und Leiden sowie Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens. Das österreichische Tierschutzgesetz zählt zu den strengsten in Europa, alle diese Freiheiten sind gesetzlich verankert.

Artgerechte Haltung ausschlaggebend für wirtschaftlichen Erfolg

Landwirtinnen und Landwirte achten in ihrer täglichen Arbeit darauf, den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden. Das spiegelt sich letztendlich auch in der Qualität der Produkte wider: Nur wenn die Bedürfnisse der Rinder und Schweine erfüllt sind, kann ausgezeichnetes Fleisch produziert werden. Artgerechte Haltung und wirtschaftlicher Erfolg gehen somit Hand in Hand.

Naturnahe Haltung im Kärntner Almgebiet
Naturnahe Haltung im Kärntner Almgebiet © Ferdinand Neumüller

Neben gesetzlichen Bestimmungen zum Tierschutz und dem Willen, den Bedürfnissen der Rinder und Schweine zu entsprechen, ist es für Landwirtinnen und Landwirte außerdem ein Ziel, die besten Produkte für die Konsumentinnen und Konsumenten zu produzieren.

Dieser hohe Qualitätsanspruch wird zum Beispiel abgesichert durch das AMA-Gütesiegel, das unabhängige Kontrolle garantiert. Durch das Zusatzmodul „Mehr Tierwohl“ des AMA-Gütesiegels oder biologischer Produktion sind die Standards bei der Tierhaltung noch höher.

In Kärnten und bei den Kärntner Fleisch-Betrieben spielt die grünlandbasierte Rinderhaltung im Almgebiet eine zentrale Rolle: Almwirtschaft bietet Rindern eine natürliche Umgebung, was zum Tierwohl beiträgt. 24.060 Betriebe, viele davon sind familiengeführte Bauernhöfe, treiben jedes Jahr über 300.000 Rinder auf die heimischen Almen. Je nach Höhenlage verbringen die Tiere dort durchschnittlich 90 bis 120 Tage.

Mehr Tierwohl durch optimale Transportwege

Tiertransporte stehen häufig in der Kritik, zum Beispiel wegen mangelhafter Versorgung, Enge oder Stress. Bei Kärntner Fleisch optimiert ein ausgefeiltes Logistikkonzept den Transport und sorgt für kurze Wege. Um den Transportstress der Tiere auf ein Minimum zu reduzieren, wird auf einen modernen Fuhrpark und geschultes Personal gesetzt.