Themen wie Green Economy, Digitalisierung und angewandte Forschung prägen die Region und machen sie zu einem Vorreiter in Bereichen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Mikroelektronik. Fünf Erfolgsgeschichten zeigen, warum Kärnten weit über den Tourismus hinaus ein attraktiver Standort für zukunftsweisende Projekte ist.

Erfahren Sie mehr über die Vision des Standortmarketing Kärntens für einen innovativen und nachhaltigen Standort.

Der Green Tech Valley Cluster: Vorreiter der grünen Transformation

Der Green Tech Valley Cluster mit Standorten in Klagenfurt und Graz vereint rund 300 Unternehmen in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland, die mit einem beeindruckenden Wachstum von 9,4 Prozent die Märkte übertreffen. Pioniere in erneuerbarer Energie und Recycling arbeiten hier eng mit Forschungseinrichtungen zusammen, um ein international einzigartiges Ökosystem zu schaffen.

Greentech Valley Gruppe 30.11.2023
Bernhard Puttinger ist Geschäftsführer des Green Tech Valley Cluster © Foto Fischer

Die Koralm-Verbindung stärkt die Zusammenarbeit mit der Steiermark und macht Kärnten noch attraktiver für Unternehmen, die nachhaltige Technologien entwickeln. Ob erneuerbare Energien oder innovative Recyclinglösungen – Kärnten bietet die perfekte Infrastruktur und Netzwerke, um die grüne Transformation weltweit voranzutreiben.

Slow Food Kärnten: Nachhaltigkeit auf dem Teller

Nachhaltigkeit beginnt bei unseren Lebensmitteln – denn was wir essen, prägt Umwelt und Gesellschaft. Auch hier setzt Kärnten wesentliche Maßstäbe. Die Organisation „Slow Food Kärnten“ fördert eine qualitätsvolle, nachhaltige Lebensmittelproduktion, die regionale Wertschöpfung und Umweltstandards in den Fokus rückt. Konsument:innen werden zu „Co-Produzent:innen“, indem sie durch den Kauf regionaler, saisonaler und fair hergestellter Produkte die Produktionsmethoden mitgestalten.

Darüber hinaus sind „Slow Food Village – Orte guten Lebens“ und „Slow Food Travel“ Kärntner Erfindungen, die weltweit Nachahmung gefunden haben. Bei „Slow Food Village“ geht es darum, sich gemeinsam um eine verantwortungsvolle Ernährungs- und Esskultur im Dorf zu kümmern und regionalen Genuss sichtbar und erlebbar zu machen. „Slow Food Travel“ rückt regionale Produzent:innen, kulinarische Erlebnisse und die Vielfalt der Regionen in den Mittelpunkt. Bei Workshops und Führungen kann das Beste der Alpen-Adria-Küche entdeckt werden.

Unter dem Titel „Slow Food Kärnten“ wurde das Bewusstsein für diese über Jahre erarbeitete Qualität immer weiter geschärft. Obmann Gottfried Bachler bringt es auf den Punkt: „Der Konsument ist dabei ein wichtiger Co-Produzent“
Unter dem Titel „Slow Food Kärnten“ wurde das Bewusstsein für diese über Jahre erarbeitete Qualität immer weiter geschärft. Obmann Gottfried Bachler bringt es auf den Punkt: „Der Konsument ist dabei ein wichtiger Co-Produzent“ © Bachler

Transparente Herkunftskennzeichnung, Bildungsangebote und regionale Netzwerke unterstreichen Kärntens Verantwortung für eine nachhaltige Lebensmittelwirtschaft. Diese Initiativen verbinden Nachhaltigkeit mit Lebensqualität und Alltagskultur, wodurch Kärnten als Vorreiter in der Green Economy glänzt.

Lindner Recyclingtech: Globale Lösungen aus der Region

In Kärnten entstehen Technologien, die weltweit Standards setzen. Lindner Recyclingtech, mit Sitz in Spittal an der Drau, entwickelt mit rund 400 Mitarbeiter:innen Zerkleinerungslösungen und Anlagen für die Recyclingindustrie. Ihr Fokus liegt darauf, Abfall in wertvolle Rohstoffe zu verwandeln – etwa durch zukunftsweisende Lösungen im Kunststoffrecycling, die Verpackungen für Lebensmittel- oder Hygieneverpackungen wiederverwendbar machen.

Die Firma Lindner wird auch als „neue Heimat des Recyclings“ bezeichnet
Die Firma Lindner wird auch als „neue Heimat des Recyclings“ bezeichnet © Lindner Recyclingtech GmbH/Müller

Das Unternehmen Lindner investiert nicht nur in Forschung, sondern bildet mit einem Lehrlingsprogramm rund 40 Nachwuchskräfte aus. Die Kombination aus globalem Impact, regionaler Verankerung und hochqualifizierten Fachkräften macht Kärnten zum idealen Standort für technologiegetriebene Unternehmen.

Silicon Austria Labs: Mikroelektronik mit Weltruf

Kärnten gilt auch als das Silicon Valley Österreichs. Silicon Austria Labs (SAL), gegründet 2018, ist ein Spitzen-Forschungszentrum für elektronik- und softwarebasierte Systeme. Mit 330 Mitarbeiter:innen aus 40 Nationen fungiert SAL als Brücke zwischen Grundlagenforschung und Industrie.

„Es ist das gute Netzwerk, das Kärnten vor allen Dingen ausmacht“, sagt Christina Hirschl, CEO Silicon Austria Labs
„Es ist das gute Netzwerk, das Kärnten vor allen Dingen ausmacht“, sagt Christina Hirschl, CEO Silicon Austria Labs © Sarina Dobernig

Das Netzwerk aus Unternehmen wie Infineon, AMS, AT&S, NXP und TDK sowie Technologieparks, Universitäten und Fachhochschulen macht Kärnten zu einem international attraktiven Wirtschaftsstandort.

Ein 1.500 Quadratmeter großer Forschungsreinraum zählt zu den größten Europas, und der Silicon Alps Cluster stärkt die Zusammenarbeit mit der Steiermark. Kärntens Kombination aus Innovation, Lebensqualität und strategischer Lage schafft es, Fachkräfte und Unternehmen weltweit anzuziehen.

Silicon Austria Labs/Helge Bauer
Mit Einrichtungen wie SAL wird Forschung auf dem Gebiet elektronikbasierter Systeme im Netzwerk von Wissenschaft und Industrie auf eine völlig neue Ebene gehoben © Helge Bauer

KI4LIFE: Vertrauenswürdige KI für die Zukunft

Kärnten steht auch für nachhaltige und verantwortungsvolle Hightech-Innovation. Das Fraunhofer Innovationszentrum KI4LIFE etwa entwickelt praxisorientierte oder anwendungsorientierte KI-Lösungen für produzierende Unternehmen, aber auch für den Gesundheitsbereich, die Bau- oder Energiebranche. KI4LIFE entwickelt Künstliche Intelligenz, die technisch top ist, ethisch einwandfrei bleibt und von der Gesellschaft begeistert angenommen wird. Auch Nachhaltigkeit ist den Forscher:innen ein sehr großes Anliegen.

Forschungszentren wie der Lakeside Science & Technology Park und der High Tech Campus Villach unterstreichen Kärntens Rolle als Hotspot für smarte Spezialisierung. KI4LIFE zeigt, wie Kärnten angewandte Forschung nutzt, um innovative Lösungen mit globaler Relevanz zu schaffen, und positioniert die Region als Vorreiter im Alpen-Adria-Raum.

Der Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt ist einer der Hotspots für smarte Spezialisierung in Kärnten
Der Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt ist einer der Hotspots für smarte Spezialisierung in Kärnten © KK

Kärnten: Der Standort für morgen

Kärnten vereint Innovation und Nachhaltigkeit. Vom Green Tech Valley bis KI4LIFE gestalten Netzwerke und Forschung die Zukunft. Mit seiner zentralen Lage und einem dynamischen Ökosystem ist Kärnten ideal für Investor:innen, Gründer:innen und Fachkräfte und prägt den Weg für nachhaltigen Fortschritt.

Entstanden in Kooperation mit Standortmarketing Kärnten.