Von so einem großen Interesse können viele Start-ups nur träumen: „Wir wurden im vergangenen Jahr von vielen Investoren und Business Angels angesprochen“, erzählt Denise Mandt, Ko-Gründerin und verantwortlich für Marketing und Sales bei UpNano. Das Spin-off der TU Wien hat sich auf den Miniatur-3D-Druck spezialisiert. Mit ihrem Drucker Nano-One können hochkomplexe Strukturen im Submikrometer-Bereich – etwa Burgen, die auf Bleistiftspitzen Platz finden – um bis zu 100 mal schneller hergestellt werden, als mit Verfahren der Mitbewerber.
Kapital und Ideen. Mit verschiedenen Investoren habe man die Perspektiven ausgelotet. Fündig wurde das Unternehmen schließlich mit dem Vernetzungsservice aws i2Business Angels. Hier wurde der Business Angel Edmar Allitsch auf UpNano aufmerksam. Allitsch investiert als Experte vorrangig in Start-ups mit 3D-Druck-Technologien. Aktuell ist er bei 12 Unternehmen beteiligt, ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender von EOS, dem Weltmarktführer im industriellen 3D-Druck, und Managing Partner bei AM Ventures. Bei UpNano bringt Allitsch als ein Teil eines Investorenkonsortiums nicht nur Kapital und Kontakt zu neuen Kunden, sondern auch Ideen ein. „Bei UpNano sind Fragen aufgekommen, die wir mit anderen Start-ups bereits klären konnten“, erzählt Allitsch. Etwa welches Geschäftsmodell für das Unternehmen am erfolgreichsten ist. Das Start-up setzt nun auf den Verkauf des gesamten Drucksystems: von der Hardware, über Software bis hin zu den Druckmaterialien.
Seit dem Einstieg der Business Angels ist einiges passiert: Das Start-up ist seit Anfang des Jahres operativ tätig, hat bereits zehn Mitarbeiter und die ersten Kunden im Forschungsbereich gewonnen. „Neben Forschungseinrichtungen ist die Industrie für uns ein ganz wichtiger Markt“, sagt Mandt. Diese Kunden gilt es nun zu begeistern und ihnen Anwendungsmöglichkeiten des Drucksystems zu zeigen. Außerdem konnte das Start-up vor Kurzem den Gründerpreis PHÖNIX in der Kategorie Prototyp für sich entscheiden.
Erfolgreicher Start. Damit die Vernetzung zwischen Investoren, Business Angels aber auch zwischen Kooperationspartnern und Start-ups künftig noch einfacher wird, bündelt die aws im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ihre Netzwerkprogramme in der neutralen Online-Plattform aws Connect.
Aktuell sind bereits rund 1.000 Unternehmen auf der Plattform vertreten. Die Teilnahme ist für etablierte Unternehmen, Start-ups und Investoren einfach und komfortabel: Nach der Registrierung wird etwa bei der Suche nach Business Angels von den aws Experten gemeinsam mit den Unternehmen ein Investmentangebot erstellt. Diese werden in der Folge direkt an interessierte Business Angels versendet. Durch die Bündelung der Services wird für die Start-ups aber auch die Teilnahme an weiteren aws Programmen deutlich einfacher möglich.