Kein Telefon, keine E-Mails, keine nervenden Chefs: Im Urlaub will man einfach nur sein. Aber kann  man sich beim Faulenzen am Strand wirklich am besten erholen und vom gewohnten Arbeitstrott abschalten? Wer sich bewegt, baut Stresshormone bekanntlich schneller ab. Außerdem hilft Sport als Ablenkung, um nicht an Alltagsprobleme denken zu müssen. Er beschleunigt körperliche Prozesse wie Sauerstoffzufuhr und Stoffwechsel. Ein Aktivurlaub kann also wie eine Entgiftungskur wirken – für Körper und Geist. Vom puren Spaß an der Bewegung bis zum Adrenalinrausch: In Slowenien ist für jedes Tempo etwas dabei – zu Lande, zu Wasser oder in der Luft.

Mit 85 km/h durch die Luft. Zu den Reisetrends 2018 zählt laut Österreichischem Reiseverband die Sehnsucht nach Erlebnis. Einfach den Klettergurt anlegen, sich mit Karabinern sichern, und schon saust man an einem Drahtseil die Flugschanze von Planica hinunter. In der Luft auf den Spuren der heimischen Skisprungstars: die Zipline auf einer Länge von 554 Meter macht es möglich.  Wer lieber selber das Tempo bestimmen will, dem sei das Mountainbike zu empfehlen. Der Bike-Park in Kranjska Gora, nur ein Katzensprung von Planica entfernt, bietet jedem etwas: von Anfänger-Strecken bis zum technisch anspruchsvollen, steilen Downhill-Trail.

Ein über 5.000 Jahre altes Holzrad. Slowenien zeigt sich Radfahrern äußerst vielseitig. Entspannt präsentiert sich die Umgebung von Ljubljana bei einem Ausflug am Drahtesel zum Landschaftspark Ljubljansko barje. Die dort im Moorgebiet entdeckten Überreste einer jahrtausendealten Pfahlbau-Kultur stehen auf der Liste des Welterbes der UNESCO. In diesem Gebiet wurde auch das älteste Holzrad der Welt gefunden.  Einen landschaftlichen Hochgenuss verspricht eine Fahrt auf dem malerischen Parenzana-Radweg an der slowenischen Küste durch Weinberge, Obstgären und Olivenhaine. Sportlich Ambitionierte führt die Alpenfahrt von Bohinj nach Bled mit seinem ikonischen See durch die unberührte Natur des Nationalparks Triglav. Eine landschaftliche Königsetappe für Radenthusiasten in Slowenien ist sicherlich die Tour über zahlreiche Serpentinen hinauf auf den 1.611 Meter hohen Vršič-Pass und rein ins Soča-Tal.

Im 10 Grad kühlen Wasser auftauen. Bovec ist Drehscheibe des Wassersports im oberen Soča-Tal. Wie wäre es mit einem Ritt im Raftingboot oder im Kajak über die Stromschnellen des smaragdgrünen Flusses? Oder doch lieber ein Sprung aus zehn Meter Höhe in kristallklare Kolken bei einer Canyoing-Tour? Spaß, unvergleichliche Eindrücke sowie eine gesunde Dosis Adrenalin sind jedenfalls garantiert.

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Mehr als 10.000 Kilometer WanderwegeSloweniens Naturreichtum lässt sich auf unzähligen Touren per Pedes erkunden. Etwa durch die Vintgar- oder Pokljuka-Klamm, oder durch die malerischen Täler Vrata, Krot und Krma bei Kranjska Gora. Die ursprüngliche Felswelt der Region Bovec wird anspruchsvolle Alpinisten begeistern. Aber egal welche Route man wählt, Gastfreundschaft ist stets am Wegesrand zu finden. Mehr als 175 Hütten sind in Slowenien bewirtschaftet.  Auf der Hochebene Velika planina erwartet die Wanderer sogar eine der größten Hirtensiedlungen Europas. In einigen der 140 Hütten, mit ihren typischen Schindeldächern aus Fichtenholz bis fast zum Boden, kann man ähnlich wie die Hirten auch übernachten. Eine echte Hirten-Jause mit saurer Milch und Sterz darf aber auf keinem Fall fehlen.

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2.864 Meter in die Höhe. Lonley Planet hat die Julischen Alpen auf Platz drei der Trendreiseziele 2018 gereiht. Sie bieten reizvolle Natur wie Zermatt oder Chamonix, seien aber nicht so überlaufen, so die Begründung. Mehr als zwei Drittel der Julischen Alpen gehören zum Triglav Nationalpark. Namensgeber ist der höchste Berg Sloweniens. Um auf den Gipfel des 2.864 Meter hohen Triglav zu gelangen, muss man nicht unbedingt dessen drei Kilometer breite und 1.200 Meter hohe Nordwand durchsteigen. Der einfachste, aber trotzdem recht anspruchsvolle Weg beginnt auf der Hochebene Pokljuka in der Nähe von Bled. Etwa 6,5 Stunden später hat man das Dach Sloweniens erreicht.

115 Meter in die Tiefe. Unterhalb Sloweniens verzweigt sich ein eigenes, großartiges Universum. Etwa 12.000 Höhlen wurden bisher entdeckt, eines der größten Naturjuwele ist die magische Grotte von Postojna. Eine Höhlenbahn führt zu unterirdischen Sälen, ungewöhnlichen Skulpturen und gigantischen Tropfsteinen, wie den 16 Meter hohen Nebotičnik (den Wolkenkratzer). Wer diese einzigartige, unterirdische Welt nicht gesehen hat, hat Slowenien nicht wirklich erlebt.