Drei Viertel der Österreicher:innen verreisten laut Statistik Austria im Jahr 2024 mindestens einmal ‑ und das trotz angespannter Wirtschaftslage. Insgesamt wurden über 27,5 Millionen Urlaubsreisen unternommen, rund die Hälfte davon im Inland. Damit ist der Wunsch nach Erholung ungebrochen. Doch nicht alle können sich den Urlaub leisten. Ein gutes Drittel der Nichtreisenden nannte finanzielle Gründe als Anlass, daheim zu bleiben.
Gerade deshalb lohnt es sich, frühzeitig und realistisch zu planen. Wer ein klares Budget erstellt, Ausgaben im Blick behält und auf Spontankäufe vorbereitet ist, schützt sich vor finanziellen Engpässen nach der Rückkehr. Ein einfacher Weg: Vor der Abreise ein fixes Urlaubsbudget festlegen inklusive Extra-Polster für unvorhergesehene Ausgaben wie Ausflüge oder Eintrittskarten. Faustregel: Nur das Geld ausgeben, das wirklich vorhanden ist.
Fixkosten im Blick behalten
Besonders wichtig ist eine genaue Aufstellung der Fixkosten: An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung, Eintritte oder Gebühren für Parkplätze oder öffentliche Verkehrsmittel. Wer diese Posten vorab durchkalkuliert, hat den finanziellen Rahmen rasch im Griff. Für Extras empfiehlt sich eine eigene „Urlaubskasse“, beispielsweise als Bargeldlimit. So bleibt man im Urlaub flexibel, aber auch diszipliniert.
Achtung bei Spontankäufen
Der Wunsch, im Urlaub „nicht ständig aufs Geld zu schauen“, ist verständlich, führt aber oft dazu, dass der Überblick verloren geht. Dabei sind es oft die kleinen Summen, die sich summieren: Ein Eis hier, ein hübsches Souvenir da, ein extra Ausflug zwischendurch. Wer jeden Tag für solche Dinge ein kleines Budget vorgibt, etwa 25 Euro pro Erwachsenem, schafft einen klaren Rahmen. Was auf den ersten Blick nach wenig klingt, summiert sich flott, denn bei einem zweiwöchigen Urlaub können das dann schon mehrere Hundert Euro sein.
Für ein gutes Gefühl, auch nach dem Urlaub
Ob Fernreise oder Kurzurlaub in Österreich: Entscheidend ist, dass Urlaubsfreude und Finanzlage in Balance bleiben. Besonders junge Menschen sind reiseaktiv – über 89 % der 15- bis 24-Jährigen verreisten 2024. Wer früh lernt, mit Geld achtsam umzugehen, profitiert ein Leben lang – auch im Urlaub.
Früh planen spart am meisten
Eine rechtzeitige und frühe Urlaubsplanung kann zudem bares Geld sparen. Frühbucherrabatte, günstige Zug- oder Flugtickets und flexible Stornobedingungen lohnen sich gerade bei Familienreisen. Auch bei Unterkünften zahlt sich der Vergleich aus: manchmal sind private Ferienwohnungen deutlich günstiger als Hotels. Wer rechtzeitig recherchiert und Preise vergleicht, schont nicht nur das Budget, sondern startet entspannter in die Ferien. Denn gute Vorbereitung ist der erste Schritt zu einem unbeschwerten Urlaub.
Und noch als kleiner Tipp zum Schluss: Belege, Quittungen und Buchungen gesammelt aufzubewahren hilft natürlich ebenfalls, den Überblick zu behalten und kann im Fall von Reklamationen oder Rückerstattungen letztlich doppelt nützlich sein.
Im nächsten Teil von „Finanzfit“ geht es um das Thema Versicherungen.
Diese Serie erscheint als Medienkooperation der Kleinen Zeitung und wird von den teilnehmenden Unternehmen finanziell unterstützt.