In einem anhaltend turbulenten internationalen Umfeld braucht ein exportorientierter Wirtschaftsstandort wie Österreich innere Stabilität. Nur mit Planungssicherheit und Verlässlichkeit sind die Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung gegeben. Die Politik sei diesbezüglich besonders gefordert, so Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk: „Gerade in herausfordernden Zeiten sind pragmatische und verantwortungsvolle Entscheidungen essenziell.“ Zufrieden ist er daher mit dem vorgelegten Arbeitsprogramm der neuen Regierung auf Bundesebene. „Es trägt in wesentlichen Teilen die Handschrift der Wirtschaft, um nicht zu sagen der steirischen Wirtschaft - denn wir waren es, die das Thema Leistung erst zum Thema gemacht haben.“

Vor allem auch die heimischen kleinen und mittleren Betriebe, die als Rückgrat des Wirtschaftsstandorts gelten, sollen von den geplanten Maßnahmen profitieren. So wird Arbeiten im Alter künftig nur noch mit 25 % (inkl. Sozialversicherung) endbesteuert, weiters soll es Steuerbegünstigungen auf Überstunden und Zuschläge geben, dazu sollen Pauschalierungen angehoben werden. „Alles Maßnahmen, für die wir von der Steiermark heraus mit unserer Leistungsagenda den Boden aufbereitet haben“, ist Herk stolz.

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Präsident 
Josef Herk
WK-Steiermark- Präsident Josef Herk
© Oliver Wolf

Auch auf europäischer Ebene hat die Unternehmensvertretung zuletzt einen Etappenerfolg in Sachen Bürokratieabbau erreicht: So soll die Nachhaltigkeitsberichterstattung um zwei Jahre verschoben werden und künftig nur noch für Großbetriebe mit mehr als 1000 Mitarbeitern und 450 Mio. Euro Jahresnettoumsatz gelten.

Das hilft nicht zuletzt den KMU, die als Familienbetriebe geführt werden. 157.000 davon im engeren Sinn (ohne Ein-Personen-Unternehmen) gibt es in Österreich. Sie bieten rund 1,8 Mio. Beschäftigten Arbeitsplätze und erwirtschaften rund 414 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr. Durch ihr Denken über Generationen, ihre Innovationskraft und Traditionsverbundenheit gelten sie als robuste Standortabsicherung.

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