Antonia Matzka ist eine der besten heimischen Eishockeyspielerinnen. Kein Wunder – neben Talent und Ehrgeiz hat sie in der Saison 2022/23 ihre Skills in der damals höchsten Fraueneishockey-Spielklasse der Vereinigten Staaten und Kanadas perfektioniert, der PHF. Zurück in Österreich spielt sie seit 2023 in der win2day Austrian Women´s Hockey League bei den Sabres St. Pölten.

Dabei kämpft die weibliche Eishockey-Elite in Österreich um Anerkennung, professionellere Bedingungen und mediale Sichtbarkeit. Antonia Matzka dazu: „Obwohl Österreich weltweit zu den besten 15 Nationen zählt, sind wir in der höchsten heimischen Spielklasse weit davon entfernt, vom Eishockey leben zu können.“

Ihre Nationalteamkollegin Tamara Grascher von den EC Graz Huskies bestätigt: „Wir spielen aus Leidenschaft, nicht wegen des Geldes. Wir müssen Beruf, Studium, Familie, Training und Wettkämpfe unter einen Hut bringen.“

Während also die männlichen Eishockey-Cracks alles ihrem Sport unterordnen können, kämpfen die heimischen Eishockey-Damen um eine bessere Zukunft. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in den Medien wider. Herrensport ist in der Sportberichterstattung deutlich präsenter als Frauensport. Wie sehr, zeigt eine Studie, die im Auftrag von win2day, der Online-Spieleseite der Österreichischen Lotterien, durchgeführt wurde: Weniger als ein Fünftel der analysierten Berichterstattung entfällt auf Sportlerinnen.

Damit war Frauensport 2024 ab dem 1. März statistisch gesehen medial unsichtbar. Um auf dieses Ungleichgewicht hinzuweisen, hat win2day die Equal Play Initiative und am 1. März 2024 den ersten Equal Play Day ins Leben gerufen (s. Kasten). Denn ohne Equal Play kein Equal Pay.