Dazu zählen unter anderem individuelle Planung und natürliche Baustoffe wie Holz. Unternehmen und Architekten entwickeln gemeinsam maßgeschneiderte Modelle und die Holzbauunternehmen setzen sie um. 

Wohlfühl-Ambiente fürs Personal 

Das Biohotel Daberer im Gailtal zählt zu den Pionieren in Sachen Biourlaub. Natürliche Produkte und Materialien sind da eine Selbstverständlichkeit. Diese Philosophie wird nicht nur bei der Unterbringung und Verpflegung der Gäste gelebt, sie gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurde im komplexen Hotelbereich für sie und mit ihnen ein eigenständiges Haus entwickelt, das ausschließlich dem Personal zur Verfügung steht. Der dreigeschoßige Holzriegelbau aus Fichten- und Lärchenholz überzeugt unter anderem mit Holzoberflächen in Sichtqualität und großen OP-OUT-Fenstern auf beiden Giebelseiten.

Planung: Architekten Ronacher ZT GmbH
Planung: Architekten Ronacher ZT GmbH © Holzbau Pichler, Architekten Ronacher

Traditioneller Baustoff für Hightech

Hightech verträgt sich wunderbar mit Holz, einem der ältesten Baustoffe der Menschheit. Mit Holz wurden für die PriorIT EDV-Dienstleistungen GmbH in Pörtschach Arbeitswelten kreiert, in denen einerseits vielfältige Arbeitsmodelle Raum finden und andererseits das gesamte Umfeld näher an das Leben rückt. Die Planung ging darauf ein, dass unterschiedliche Tätigkeiten differenzierter Arbeitsplatzsituationen bedürfen. So wurden unterschiedliche Raumsituationen inklusive eines großzügig überdachten Außenraums inklusive Swimmingpool geschaffen. 

Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH
Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH © Christian Brandstätter

Harmonisch eingebunden

Die Fertigungshalle der Firma Fanzoj Jagdwaffen GmbH steht inmitten des Siedlungsgebiets von Ferlach. Darauf nahm die Architektin Rücksicht, gliederte das Bauwerk höhenmäßig und strukturierte die Fassade abgestuft. So erscheint das große, notwendige Bauvolumen optisch kleinteilig und bindet sich in die umliegende Bebauung harmonisch ein. Das zweite Geschoß wurde in Holzriegelbauweise gestaltet, stellt einen wohnlichen Kontrast zur Materialstimmung der Halle dar und ist für handwerklich-künstlerische Tätigkeiten vorgesehen.

Planung: Architekturbüro Eva Rubin
Planung: Architekturbüro Eva Rubin © Christian Brandstätter

Bankgeschäfte inklusive Café 

Markant und gut sichtbar steht die Filiale der Kärntner Sparkasse an der Klagenfurter Pischeldorfer Straße. Wie schon bei Geschäftsgebäuden zuvor setzt das Bankunternehmen auch hier auf den Baustoff Holz für Fassade und den Innenausbau. Vom angenehmen Ambiente profitieren Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen, ebenso wie die Besucher des integrierten Cafés. Im Obergeschoß befinden sich ein zentrales Foyer mit Loungebereich sowie die Team- und Beraterräume mit zwei Terrassen, die sowohl für informelle Beratungen als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden können.

Planung: MURERO BRESCIANO architektur ZT GmbH
Planung: MURERO BRESCIANO architektur ZT GmbH © Johannes Puch

Holzscheibe als Grundelement

Den Napoleonstadel, ein denkmalgeschütztes Magazingebäude aus dem 19. Jahrhundert, ließ die Zentralvereinigung der Architekten im Jahr 1992 zum „Architektur Haus“ umbauen, wobei Charakter und historische Substanz sichtbar blieben. Auch bei der jüngsten Adaptierung, dem Einbau eines Lifts, bestand die Grundhaltung darin, das Gebäude äußerlich in seinen Grundfesten bestehen zu lassen und die sichtbaren Eingriffe möglichst minimal zu gestalten. Eine Wandscheibe aus Holz bildet das Grundelement, das über alle drei Geschoße führt und die neue Funktion aufnimmt. Sie besteht aus massiver Eiche und erscheint durch die ausgeklügelte Steckverbindung möbelartig. Der Boden im Ausstellungsraum ist aus demselben Material.

Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH
Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH © Christian Brandstätter

Holzflair im Labor

Für das Mess- und Prüflabor für „Elektromagnetische Verträglichkeit“ (EMV) in Villach wurde eine flexible Halle in einfachster Holzbauweise geschaffen. Sie soll auch künftige Entwicklungen und Veränderungen des Laboralltages ermöglichen. Holz- und Metallhüllen bekleiden den konsequenten Holzbau und machen die parallelen Nutzungsbereiche sichtbar. Hohe Räume, die Möglichkeit querzulüften und Schatten spendende Bäume vor den Fenstern ersetzen die Klimaanlage.

Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH
Planung: Klaura | Horvath Lendarchitektur ZT GmbH © Christian Brandstätter

Hülle, Haut und Boden

Der Lakeside Science & Technology Park, der Wissenschafts- und Technologiepark in Klagenfurt, ist eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Universitätsinstituten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Das modulare Gebäudesystem wird durch einen parkähnlichen Campus ergänzt, sodass der Lakeside Park gleichermaßen zum Arbeits- und Lebensraum wird. Als optimal für die Konstruktion der Gebäude hat sich hier ein Miteinander von Holz und Beton erwiesen. Ein Betonregal wird von einer Haut aus Holz umschlossen. Holz ist hier Hülle, Haut und Boden. Die Holzhülle besteht aus geschoßhohen vorgefertigten Riegelwänden mit ebenfalls geschoßhohen Lärchenholzfenstern. Holz ist hier seit jeher Teil der umliegenden Landschaft. Die Uferlandschaft des Wörthersees ist in diesem Bereich von Wald und Holz geprägt. Diesen Charakter zu bewahren und weiter auszubauen, war ein wesentliches Anliegen der Planung.

Planung: ARCH. ARGE EGGER FERCHER GÜLDNER
Planung: ARCH. ARGE EGGER FERCHER GÜLDNER © Toralf Fercher

Entstanden in Kooperation mit proHolz Kärnten.