Tipps von Biogärtner Karl PlobergerDiese Pflanzen holen den Frühling in die Wohnung

Wer den Frühling nicht erwarten kann, holt ihn sich mit den Topf-Versionen dieser klassischen Frühjahrsblüher jetzt schon ins Haus.

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Die Tage werden länger, die Sonne deutet schon an, dass es bis zum Frühling nicht mehr ewig dauern wird, und die Vorfreude auf die ersten Blüten ist kaum noch zu bremsen. Mit diesen Pflanzen kommt der  Frühling in die eigenen vier Wände.

Nie ohne Narzissen. Strahlend gelb und ein wahrer Lichtblick in der kalten Zeit zählt die Topfnarzisse zu den beliebtesten Frühlingsgrüßen. Die kleine Narzisse wird mittlerweile in Millionen von Exemplaren weltweit verkauft. Narzissen im Zimmer halten besonders lang, wenn man einen möglichst kühlen Platz wählt, ein Wintergarten oder ein Stiegenhaus sind ideal. Gleichmäßig gießen, nie austrocknen lassen und nach dem Abblühen noch so lange weitergießen, bis die Blätter gelb geworden sind. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn man die Pflanzen in den Garten setzen will.

Zauberhaft, exotisch, farbenfroh: Die besten Orchideen für die Wohnung

Falterorchidee (Phalaenopsis). Die mittlerweile meistverkaufte Zimmerpflanze ist dank ihrer Robustheit, der langen Blütezeit und den vielen farbenprächtigen Züchtungen vom Supermarkt bis zum Spezialgärtner zu finden. Fehler passieren meist beim Gießen. Entweder werden sie zu nass oder zu trocken gehalten. Tipp: ein Mal pro Woche in lauwarmes, abgestandenes Wasser tauchen und gut abtropfen lassen. Wenig düngen.

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Frauenschuh (Paphiopedilum). Auch hier gibt es viele neue Züchtungen, die besonders robust sind. Die Blütezeit ist allerdings nicht so lange, wie bei den Phalaenopsis. Wichtig ist eine Ruhezeit im Sommer, wenn etwas weniger gegossen wird, dann erscheinen die eindrucksvollen Blüten.

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Cymbidium. Sie dürfte die robusteste unter den tropischen Orchideen sein, sie verträgt im Sommer gar einen Aufenthalt im Freien im Halbschatten. Da wird sie dann mit den anderen Pflanzen mitgegossen, ehe es im Herbst in eine kurze Ruhezeit mit weniger Wasser in einen sehr kühlen Raum geht. Bald zeigen sich Blüten mit oft gewaltigen Dimensionen.

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Zygopetalum. Orchideen haben alles, was das Gärtnerherz begehrt, nur der Duft fehlt oft. Bei diesen Orchideen allerdings ist er vorhanden. Meist nur zart, bei manchen Sorten aber intensiv, vor allem, wenn die Sonne den Standort wärmt. Von der Pflege sind sie etwas anspruchsvoller und reagieren bei unterschiedlicher Wasserversorgung mit „Ziehharmonika-Blättern“.

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Dendrobium. Gerade in den letzten Jahren sind viele neue Züchtungen auf den Markt gekommen, die mit ihrer Blütenfülle begeistern. Die Pflanzen, die normalerweise auf Bäumen wachsen, sind beim Gießen ein wenig empfindlicher und sollten niemals austrocknen, aber auch nicht übernässt sein. Ganz wenig düngen.

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Oncidium. Wie kleine Schmetterlinge schweben die vielen Blüten an den Stängeln. Die Erde sollte vom Frühjahr bis zum Herbst immer feucht gehalten werden, dann ab Oktober trockener halten (die Blätter dürfen aber nicht welken). Im Jänner kommen dann die Blüten.

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Vanda. Für viele ist das die eindrucksvollste Orchidee, denn bei ihr erkennt man die ursprüngliche Lebensweise auf Bäumen: Ohne Erde gedeiht sie in den Wohnungen, am besten in Vasen, die annähernd die Bedingungen der Heimat erfüllen. Ein bis zwei Mal pro Woche werden die Wurzeln, die ohne jegliches Substrat wachsen, besprüht oder getaucht. Niemals Staunässe zulassen. Nach dem Sommer beginnt die Blütezeit.

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Primeln sind ein Muss. Ebenfalls als Frühlingsbote nicht wegzudenken sind jetzt die Primeln. Auch hier gilt: kühl und hell stellen, dann sind Blüten für viele Wochen garantiert. Für das zweite Pflanzenleben wandern sie dann in den Garten und blühen dort Jahr für Jahr wieder.

Hyazinthen als Duftboten. Wer das süßliche Aroma liebt, holt sich unbedingt die kleinen Topf-Hyazinthen ins Haus. Im Wintergarten verbreitet dieses Parfum einen Vorgeschmack auf den duftenden Frühling. Im Wohnzimmer riechen Hyazinthen oft zu intensiv und sorgen da und dort für Kopfweh. Keine Sorge, das Problem lässt sich lösen. Wenn es nicht friert (Frost vertragen die Blüten nämlich gar nicht), kann man die Hyazinthen über Nacht einfach ins Freie stellen.

Bunte Mischung. Sind einzelne Frühlingsboten schon Seelenbalsam pur, so werden farbenfrohe Arrangements zum überwältigenden Blickpunkt. Ob floristisch gestaltete, verspielte Bouquets mit Vergissmeinnicht in Kombination mit Veilchen und Hyazinthen oder ein praller, bunter Tulpenstrauß, ob ein Tischgesteck mit Anemonen und Ranunkel Ton in Ton oder eine zarte Kombination in kleinen Vasen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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