Kleinstfirmen und SelbstständigeSteuerreform bringt leichtere Absetzbarkeit für Arbeit zu Hause

Die Steuerreform bringt Neuerungen für die Absetzbarkeit eines Arbeitsplatzes in der eigenen Wohnung. Dafür ist nicht mehr ein eigenes Zimmer nötig.

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Klubobleute der Regierung: Sigrid Maurer (Grüne) und August Wöginger (ÖVP)
Klubobleute der Regierung: Sigrid Maurer (Grüne) und August Wöginger (ÖVP) © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Vor dem Ministerrat haben die Klubchefs der Regierungsparteien August Wöginger (ÖVP) und Sigrid Maurer (Grüne) weitere Details der Steuerreform präsentiert. Konkret geht es um die steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung. Das betrifft vor allem Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstfirmen und Selbstständige, die oft von zu Hause aus arbeiten.

Wenn man hier Kosten für das Büro steuerlich geltend machen wollte, musste man bisher ein eigenes Arbeitszimmer haben, das auch wirklich hauptsächlich für den Job genutzt wird. "Das entspricht nicht mehr den Lebensrealitäten vieler Selbstständiger", sagt Maurer. Laptops würden inzwischen das Arbeiten in der ganzen Wohnung möglich machen, ein eigenes Arbeitszimmer sei nicht mehr nötig.

Deshalb sollen Selbstständige künftig auch ohne eigenes Arbeitszimmer einen Pauschalbetrag von 1200 Euro pro Jahr für den Arbeitsplatz zu Hause steuerlich absetzen können. Das gelte für alle Menschen, die rein von der Selbstständigkeit leben oder bei einem etwaigen Zweitjob nicht mehr als 11.000 Euro verdienen. Ist das der Fall, sind dennoch 300 Euro absetzbar.

"Mit der erleichterten Absetzung des Arbeitszimmers wurde unsere langjährige Forderung endlich umgesetzt. Die neue Regelung bildet die modernen Lebens- und Arbeitsverhältnisse ab und bringt für tausende EPUs eine große finanzielle Entlastung", freut sich Kurt Egger, Wirtschaftsbund-Generalsekretär.

Die Absetzbarkeit des Arbeitszimmers ist mit 100 Euro pro Monat pauschal geregelt, unabhängig von der Gegebenheit und Abgrenzbarkeit des Zimmers. Dies komme insbesondere EPUs und Start-Ups zugute, die oftmals vom Wohnungsverband aus arbeiten, ohne ein eigenes Arbeitszimmer zu haben.

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Danke für Ihr Verständnis.

ilselampl
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Ich finde schon,

dass ich mich mit meinen (von ihnen gelöschten) Postings nicht sehr unterscheide von den Postings der Kurz-Basher , und -beschmutzer.

stprei
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Angestellte

Und für Angestellte gibt es weiterhin nur Pipifax-Beträge. Und das obwohl Shared-Desks und Homeoffice immer gängiger werden (und die Gewerkschaften nicht in der Lage sind, das seriös in Kollektivverträgen zu regeln).

Da muss man sich dann mit den Nachweisen und Abschreibebeträgen im Formular abmühen und kann über mehrere Jahre verteilt Kleinstbeträge absetzen (könnte man ja auch privat nutzen!! würde ein Selbständiger natürlich nie tun), während die anderen großzügigste Freibeträge bekommen und dann einfach pauschal einen Teil ihrer Wohnung absetzen können.

RonaldMessics
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wie setzt ein Arbeitgeber....

...seine Ausgaben für Büroeinrichtungen ab??? Was ist Gewinnmindern, und wie wirkt sich das auf die Steuerlast des Unternehmers aus??
Würde nun der Staat bei Arbeitnehmern das gleich Recht wie bei Selbstständige walten lassen, wie viele Euro würden sich Unternehmer sparen, und zahlt dann nicht der Staat die Infrastruktur bei Unternehmen???? Ich denke, sie machen es sich zu einfach mit ihrer Kritik.

RonaldMessics
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bei einem Arbeitnehmer....

...ist aber auch der Arbeitgeber gefordert.

SoundofThunder
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🤔

Die Gewerkschaft wird das sicher nicht behindern. Eher der Finanzminister.