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Umfrage zur ArbeitsweltJugend kann immer weniger mit dem klassischen Achtstundentag anfangen

Umfrage unter 1000 jungen Leuten: Flexibilität in der Arbeitszeit spielt große Rolle, Leistungsbereitschaft hoch.

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14 - was nun? Über die Generationen haben sich die Vorstellungen der jungen Menschen über eine für sie ideale Arbeitswelt geändert. Einer aktuellen Studie zufolge muss sich die Arbeitswelt von heute tiefgreifend wandeln, um morgen das zu bieten, was sich junge Menschen schon heute erwarten. Das sind vor allem flexible Arbeitszeiten, geht aus der Untersuchung "Zukunft der Arbeitswelt" der Leitbetriebe Austria und z.l.ö. - zukunft.lehre.österreich, hervor.

"Die gute Nachricht ist, dass sie es selbst in der Hand haben, diese Arbeitswelt weiterzuentwickeln, und dass sie dafür mit ausgesprochen motivierten, loyalen und leistungsbereiten Mitarbeitern belohnt werden", so Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher. "Für unsere Studie haben wir der Jugend zugehört und Unternehmen sind gut beraten, es ebenfalls zu tun. Schließlich sind es die Menschen, die sie für sich gewinnen müssen." 1000 junge Leute wurden befragt.

"Erwartungen des Chefs übertreffen"

Besonders große Veränderungen sollte es nach Vorstellung der jungen Generation im Hinblick auf die Arbeitszeit geben. Dabei geht es aber nicht prinzipiell darum, weniger zu "hackeln". Frappant ist vor allem die geringe Beliebtheit des klassischen Achtstundentags: Mit nur 42,5 Prozent Nennungen landete die Aussage "Ich hätte am liebsten einen klassischen Acht-Stunden-Job" mit deutlichem Abstand an letzter Stelle von elf Aussagen dazu, was man von der eigenen Arbeit bzw. dem eigenen Arbeitsplatz erwarte. Hingegen erwarten 85 Prozent eine flexibel einteilbare Arbeitszeit und fast ebenso viele (79 Prozent) Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsorts.

Obwohl mehr als zwei Drittel der Befragten "Leistungsdenken in unserer Gesellschaft" kritisch sehen, wollen jeweils rund 80 Prozent mit ihrer Arbeit die "Erwartungen des Chefs übertreffen" und sich dafür "laufend weiterbilden". Fast zwei Drittel sind sogar explizit bereit, mehr zu arbeiten als nötig ist ("Die Extrameile gehen"). Auch für Unternehmen außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein, ist für eine deutliche Mehrheit in Ordnung. Für gut 60 Prozent der befragten Altersgruppe ist die Arbeit eine "wichtiger Teil (ihrer) Persönlichkeit" und noch mehr verlangen "regelmäßiges Feedback ihrer Vorgesetzten".

Hoher Stellenwert von Arbeit

Andreas Gnesda, Beiratsvorsitzender von Leitbetriebe Austria, ortet in den Studienergebnissen Handlungsvorgaben für Unternehmen. Es gehe darum, den jungen Menschen zu vertrauen "und sie werden für euer Unternehmen mehr tun als ihr verlangt. Zeigt ihnen, dass ihre Arbeit wichtig ist, und ihre Arbeit wird ihnen mindestens so wichtig sein wie älteren Generationen."

Bei 60 Prozent der befragten Jugendlichen genießt die Lehre hohes Ansehen und liegt somit vor der Matura mit 58 Prozent. "Besonders hervorzuheben ist die gegensätzlich unterschiedliche Einstellung von Jugendlichen persönlich und deren Einschätzung der gesellschaftlichen Meinung zum Ansehen der Lehre", so Mario Derntl, Geschäftsführer der Lehrlingsinitiative zukunft.lehre.österreich. Nur 37 Prozent der Befragten meinten, dass die Gesellschaft die Lehre hoch ansieht, während es bei der Matura 62 Prozent sind.

 

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SoundofThunder
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1
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Im Büro:Ja.

Am Fließband:Nein

Dissentio
0
3
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das ist ja das große Problem...

....lt. dieser Unfrage sehen sich anscheinend 79% der Jugendlichen zukünftig eben in einem flexiblen Bürojob.... gleichzeit genießt bei 60% die Lehre ein hohes Ansehen?

Ergo müssten anscheinend dann mind. ⅔ folgende Einstellung vertreten:
"Lehre ist zwar super, aber nichts für mich..."
"Lehre mit Matura" = künftig sachkundige/r Sachbearbeiter/in, oder
"Lehre mit Matura + Studium" = Bürojob im mittleren Mgmt (oder höher...)
....

Leistungsdenken sehen 80% kritisch? Also, ala....
"Warum besser sein, wenn's so auch geht?" ???
Na hoffentlich finden solche Persönlichkeiten NIEMALS den Weg ins Gesundheitssystem (egal ob Verwaltung oder direkt am Patienten....)

kritik53
1
13
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Utopie

Die Vorstellungen der Jungen sind leider unrealistisch. Wie wollen wir einen Betrieb im Kaufhaus, einer Werkstatt oder am Fließband aufrecht halten, wenn jeder kommt, wann es ihm passt. So schön das auch klingen mag, wer soll einem Verletzten plausibel erklären, dass er noch 4 Stunden leiden muss, weil sich Ärzte und Pflegepersonal ausnahmsweise geeinigt haben, erst am Nachmittag zu arbeiten !?!?!?
Wie soll ein Unternehmen planen, wenn es nicht weiß, wie seine Dienstnehmer in drei Wochen zeitlich ticken?

Dissentio
5
36
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Leider naiv...

Wenn man einmal die 30 überschritten hat, ein Haus baut/gebaut hat, Kinder zu erziehen hat, mehrmals im Jahr mit den realen Hürden des Lebens (bspw. Trauerfälle, Schicksalsschläge, etc.) kämpfen muss, ist man mehr als froh, wenn man fixe Arbeits- bzw. Freizeiten hat ohne für den DG außerhalb der Arbeit erreichbar sein zu müssen!!!

Ich sehe die Gefahr, dass diese "Freiheit" dahingehend enden wird, dass der Arbeitstag künftig 0-24 Uhr zu gleichen Konditionen, egal ob Tag, Nacht, Wochentag oder Feiertag abgegolten werden wird....

melahide
14
4
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Sie

sehen das teilweise richtig. Zumindest das sind die Phantasien von Kurz+Co. Plus: Neben einer flexiblen „zur Verfügungstellung“ am besten auch noch örtlich flexibel. Ich hoffe ja sehr, dass Firmen in Zukunft eher kooperativ mit Mitarbeiterbeteiligung geführt werden. Dieses „alte Modell“ …“ich bin Chef und schaffe an“ ist für viele untragbar. Bei etwas „Verantwortung“, freier Zeiteinteilung, Mitsprache und Mitgestaltubg steigt die Arbeitsmoral erheblich.

Dissentio
1
18
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//edit

...79% pro "Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsorts"... d.h. mehr als 75% streben einen Bürojob (zumindest im mittleren Management) an... viel Spaß!