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Corona-Sperre"Ein Armutszeugnis": Viele Hoteliers warten noch auf Entschädigung

Nach einem Jahr seit dem ersten Lockdown haben erst 8 Prozent der Betriebe in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten Geld auf Basis des Epidemiegesetzes bekommen.

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Die heimischen Hotels sind gleich zu Beginn der Coronaviruspandemie wochenlang behördlich geschlossen worde © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die heimischen Hotels sind gleich zu Beginn der Coronaviruspandemie wochenlang behördlich geschlossen worden. Dafür stünde ihnen kraft Epidemiegesetz eine Entschädigung zu. Doch nach einem Jahr hätten erst 8 Prozent der Hotels in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten Geld aus diesem Titel bekommen, gab die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) am Freitag das Ergebnis einer aktuellen Erhebung in diesen vier Bundesländern bekannt.

Im Schnitt 182.000 Euro

"Das lässt sich nicht mehr schönreden, das ist ein Armutszeugnis", kritisierte ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer und forderte ein sofortiges 80-prozentiges Akonto. In Zeiten, wo jeder Cent Liquidität wichtig sei, schmerze das zähe Vorgehen doppelt. "Einfach ohne viel Bürokratie 80 Prozent der beantragten Summe überweisen - am besten gestern und nicht erst übermorgen", schlug der Branchensprecher vor. Den Betrieben stünden im Schnitt 182.000 Euro zu.

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In jedem der vier genannten Bundesländer müsse rasch gehandelt werden. In Vorarlberg und Kärnten sah laut ÖHV "bis dato noch gar kein Hotel auch nur einen Cent" Entschädigung nach dem Epidemiegesetz. In Salzburg hätten immerhin 20 Prozent der Betriebe Auszahlungen erhalten. "Ein Drittel der Betriebe hat noch nicht einmal Feedback von der zuständigen BH erhalten", bemängelte Gratzer. "Wir sind für alles offen, was so gut funktioniert wie das vorgeschlagene Akonto." Doch die Betriebe stießen nur auf Bürokratie und würden nur vertröstet. "Das muss besser werden, viel besser", so der ÖHV-Generalsekretär.

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