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AnalyseStaatshilfe für die AUA hilft dem Staat

Der Staat dürfte der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines unter die Flügel greifen. Vielleicht zum Preis einer Beteiligung.

Rettungsfall AUA
© APA/HANS PUNZ
 

Keine der Zahlen stimmt.“ Diesen Satz hat AUA-Chef Alexis von Hoensbroech in den vergangenen Tagen häufig wiederholt. 500 Millionen Euro? 800 Millionen Euro? Wie viel Geld soll die Republik für die rot-weiß-rot lackierte Lufthansa-Tochter lockermachen? An solchen Fragen und zugegeben heftigen Zahlen, die seit Tagen kursieren, entzünden sich schnell einmal hitzige Debatten. Im Eifer des Gefechts dürfte dabei aber einiges untergehen. Denn von klassischen Finanzspritzen in den oben genannten Größenordnungen war zumindest bisher nie die Rede. Die AUA braucht vor allem Haftungsübernahmen, Garantien für Kredite, wohl auch Einmalzuschüsse, die aber wahrscheinlich in viel geringerem Ausmaß.
Dass keine der Zahlen stimme, wie von Hoensbroech sagt, hat noch einen anderen simplen Grund. Es ist völlig unklar, wie lange die AUA noch mit minimal mehr als null Umsatz durchkommen muss, wann Fliegen überhaupt wieder möglich ist. Derzeit ist von einem baldigen Ende der Reiseverbote nichts zu hören.

Kommentare (7)

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Stefan123
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Eine Beteiligung im Wert der Subvention

Alles andere wäre sinnlos und wettbewerbsverzerrend.
Im Augenblick schaut keiner aufs Geld. Aber es kommt der Tag der Abrechnung und dann werden wir ordenlich schlucken.
Es müssen alle Szenarien geprüft werden.
Auch ein Konkurs und dann eine lastenfreie Übernahme!

Hgs19
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Hypo II ?

Die Verstaatlichung an der toten AUA durch eine Beteiligung erinnert mich stark an die Hypo-Rettung.

Robinhood
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Chance für Klagenfurt

Mit einer vernünftigen Anbindung nach München/Frankfurt, welche jetzt vereinbart werden muss, hätten wir alle Probleme in der Zukunft gelöst. Wer braucht schon WIEN? Spätestens 2026 hat sich das mit der Zugverbindung erledigt.
Ich und meine Kollegen werden im Fall einer Subvention der AUA sicher nie wieder mit der AUA fliegen.

markuspapst
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...

Aua tritt derzeit die Fluggastrechte mit Füssen.

Trotz eindeutiger EU Verordnung dass bei annullierten Flügen auf Kundenwunsch der Betrag innerhalb von 7 Tagen zu erstatten ist, macht Aua auch nach 4 Wochen nichts.
Ich kenne keinen einigen der seitdem was Rückerstattet bekommen hat.
Aua schreibt den Kunden, in meinem Fall erst eine Stunde nach ursprünglichen Flug, dass er storniert wurde und man nun das großzügige Umbuchungsangebot annehmen kann.
Kein Wort über meine Rechte nach EU Verordnung, obowhl Sie die Kunden aufklären müssen.

Wizzair, hat hingegen innerhalb von 12 Tagen den Betrag eines wegen Corona annullierten Fluges erstattet.
Eine ungarische Billigairline schafft es und ein "Aushängeschild " für Österreich nicht...ohne Worte

SANDOKAN13
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In den nächsten Jahren

wird kein Mensch ein Flugzeug besteigen, wenn er noch ganz bei Trost ist!

Hausberger
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Letztlich ein Wettbewerb der Staaten!

Italien rettet die konkursreife Alitalia, Deutschland die illiquide Lufthansa (bereinigt um Schrotttöchter) und Österreich rettet „seine“ AUA! Das tut weh, besonders den Steuerzahlern!!
Nach dem Stillstand werden neue private Anbieter mit neuem Fluggerät und ohne Schuldenberg neu durchstarten!

Amadeus005
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Der Staat könnte Fluggutscheine für 800M€ kaufen

Gültig 30 Jahre. Die Austrian hätte Cash und de-facto einen zinsfreien Kredit. Die Gutscheine sind natürlich im Falle des Falles auch bei Lufthansa einlösbar.