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Trotz Glyphosat-DebakelBayer-Aufsichtsrat stärkt Konzernchef Baumann den Rücken

"Ein Chefwechsel würde nichts bringen", sagt Bayer-Aufsichtsrat Reiner Hoffmann und stärkt Konzernchef Werner Baumann damit trotz der Probleme nach der Monsanto-Übernahme den Rücken.

Werner Baumann bleibt trotz Monsanto-Debakels Konzernchef von Bayer © AP
 

Der DGB-Chef und Bayer-Aufsichtsrat Reiner Hoffmann hat Konzernchef Werner Baumann trotz der durch die Monsanto-Übernahme verursachten Probleme den Rücken gestärkt. "Ein Chefwechsel würde nichts bringen. Das Wichtigste für Bayer ist es, das Glyphosat-Problem zu lösen und wieder mehr Pharma-Innovationen zu entwickeln", sagte Hoffmann der Düsseldorfer Tageszeitung "Rheinische Post" (Samstagausgabe).

"Strategisch ist und bleibt die Übernahme richtig", betonte Hoffmann. Monsanto biete große Chancen im Zukunftsgeschäft Digital Farming. Mit einer schnellen Beilegung der Glyphosat-Klagen in den USA durch einen Vergleich rechnet der Aufsichtsrat nicht. "Bayer bleibt dabei, dass Glyphosat bei sachgerechter Anwendung sicher ist und wird deshalb weiter in Berufung gehen. Wenn sich später die Frage von Vergleichen stellt, wird dies der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entscheiden", sagte er.

Tausende Klagen in den USA

In den USA sieht sich der Dax-Konzern wegen angeblich gesundheitsschädlicher glyphosathaltiger Mittel von Monsanto Tausenden Klagen gegenüber. In ersten Fällen wurde Bayer bereits zu hohem Schadenersatz verurteilt, die Richtersprüche sind aber noch nicht rechtskräftig.

Schlechte Stimmung bei Mitarbeitern

Die Probleme rund um die Monsanto-Übernahme gehen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge an den Mitarbeitern des Pharma- und Pflanzenschutzkonzerns nicht spurlos vorbei. Die Stimmung unter den Leistungsträgern habe sich nach dem rund 63 Milliarden US-Dollar (56,12 Milliarden Euro) teuren Erwerb des Glyphosat-Herstellers spürbar verschlechtert, berichtete die "FAZ" (Samstagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Führungskräfteverbandes VAA. Vor allem im Bereich der Strategie werde der Konzern von den eigenen Managern inzwischen deutlich schlechter bewertet als noch vor einem Jahr.

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