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Vor Ergebnispräsentation Voestalpine: Analysten sehen Gewinneinbruch für 2018/19

Vier Prozent mehr Umsatz, um 40 Prozent weniger Gewinn. So schätzen Analysten das vergangene Wirtschaftsjahr der Voestalpine ein. Am Mittwoch wird der Konzern für Klarheit sorgen.

Noch bis Juli Voest-Boss: Wolfgang Eder
Noch bis Juli Voest-Boss: Wolfgang Eder © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Analysten erwarten für die am Mittwoch anstehende Veröffentlichung der Jahreszahlen des Linzer Stahlkonzerns Voestalpine im Mittel einen Gewinneinbruch sowie ein kleines Umsatzplus.

Die Analysen der Baader Bank, Erste Group, Deutsche Bank (DB) sowie Commerzbank haben für den Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende März) im Mittel einen Schätzwert von 13,4 Milliarden Euro ergeben. Das wären um 3,7 Prozent mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Für das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sehen die Experten im Durchschnitt einen Wert von 761,1 Millionen Euro. Das wäre um mehr als ein Drittel weniger als im Geschäftsjahr 2017/18. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte sich im Jahresabstand um rund ein Fünftel auf 1,5 Milliarden Euro gemindert haben.

Schwächster Wert im ATX

Beim Vorsteuerergebnis (EBT) beläuft sich die Konsensusschätzung auf 648 Millionen Euro, was ein Minus von 37,8 Prozent bedeuten würde. Unterm Strich soll der Gewinn nach Minderheiten um satte 43,9 Prozent auf 435,1 Millionen Euro einbrechen. Ein Jahr zuvor hatte sich der Nettogewinn noch auf 775,2 Millionen Euro belaufen.

Das Schlussquartal 2018/19 dürfte über alle Geschäftsbereiche hinweg besser gelaufen sein als das dritte Quartal, in dem höhere Rückstellungen den Gewinn des Konzerns belastet hatten, schreibt das DB-Analystenteam Bastian Synagowitz und Liam Fitzpatrick in seiner Studie. Dies sei allerdings auch den üblichen saisonalen Schwankungen zu verdanken.

Bereits in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 hatte der oberösterreichische Konzern seinen Gewinn halbiert und die Prognosen für das Gesamtjahr kräftig zurückgeschraubt. Im Sommer belastete die umfassende Erneuerung eines Großhochofens in Linz, im Herbst kam es zu Betriebsstillständen im US-Werk in Texas. Darüber hinaus hatte ein laufendes Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes kräftige Rückstellungen zur Folge. All das zermürbte die Aktionäre: Im vergangenen Jahr war Voestalpine der schwächste Wert im heimischen Leitindex ATX.

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