Am 18. November wurde im Gemeindeamt von Söding-St. Johann eifrig diskutiert – und das ganz abseits der Gemeinderatssitzungen. Grund war der RegioBus: Seit der neue Fahrplan im Juli 2021 in Kraft getreten ist, reißt der Strom an Kritik durch Anrainer und Anrainerinnen nicht ab, besonders in Söding.

Stefan Walter von der Landesabteilung 16 (Verkehr) reiste deswegen übrigens mit dem öffentlichen Verkehr aus Graz in die Weststeiermark, um persönlich mit allen Interessierten über die Thematik zu sprechen. Rahmen für diese Diskussion bot der "Tag der Mobilität" der Klimaschutz-Region "KLAR!", der ab 13 Uhr vor dem Gemeindeamt stattfand.

Alles in allem blieb die Diskussion sachlich. Die Hauptsorgen der Anwesenden: Oft leer fahrende Busse, zu viel Busverkehr in der Bahnhofstraße und individuelle Verschlechterungen durch geänderte Fahrzeiten.

Weniger als stündlich macht keinen Sinn

Beim Thema "leere Busse" legte Walter die Zahlen einer Ende Oktober durchgeführten Zählung vor. Die zeige, dass das Angebot angenommen wird. "Und wir können nicht einfach Fahrtzeiten streichen, zu denen die Busse manchmal leer fahren", erklärt Walter. Denn: Das Angebot werde nicht angenommen, wenn weniger oft als stündlich gefahren wird. Am Wochenende fahren inzwischen außerdem kleinere Busse.

Dass der Busverkehr in der Bahnhofstraße ein Problem ist, ist im Land bekannt. "Das sollte bald gelöst sein", verspricht Walter. Im Frühjahr 2023 wird mit dem Bau eines neuen Busbahnhofs begonnen. Dann fahren die Regiobusse nur mehr bis zum Bahnhof zu und drehen dort um.

Anregungen werden übermittelt

Beim Thema Verzögerungen einigt man sich zumindest darauf: Alle individuellen Wünsche wird der öffentliche Verkehr nie erfüllen können. Einige Beschwerden der Anwesenden wird Walter nach Graz mitnehmen – etwa, dass einige Busfahrer nicht auf Zubringer warten. "Das ist eigentlich eine in Stein gemeißelte Dienstanweisung", so Walter.

Stefan Walter (stehend) nahm sich Zeit für die Fragen der Bevölkerung
© Georg Tomaschek