Bei SuchaktionPolizist und Feuerwehr-Chefs wurden zu Lebensrettern

15 Stunden lang lag ein Pensionist aus Ligist in einem Rinnsal, bis er quasi in letzter Minute gefunden wurde. Dann wurde er eine halbe Stunde lang reanimiert - erfolgreich.

Siegfried Movia, Thomas Wach und Erwin Bauer
Siegfried Movia, Thomas Wach und Erwin Bauer © Montage: FF Modriach, LPD Steiermark
 

Erst mit 15-stündiger Verspätung begann am Sonntag die Suchaktion nach einem 69-Jährigen, der nach einem Preisschnapsen in Modriach-Winkel verschwunden war. Offenbar war das Fehlen des pensionierten Lehrers aus Ligist lange keinem aufgefallen, nachdem dieser gegen Mitternacht das Gasthaus Draxler verlassen hatte. Erst am nächsten Tag gegen 15 Uhr wurde die Abgängigkeit des Pensionisten angezeigt.

Darauf hin machten sich der Edelschrotter Polizist Erwin Bauer und 15 Kräfte der Feuerwehren Modriach und Edelschrott auf die Suche. Schon nach etwa zehn Minuten fand Bauer den Vermissten nur rund 200 Meter vom Gasthaus entfernt regungslos in einem kleinen Rinnsal am Waldrand liegen. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits stark unterkühlt, dann setzte plötzlich auch sein Kreislauf aus, berichtet Siegfried Movia, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Modriach: „Mein Stellvertreter Thomas Wach und ich haben ihn rund 30 Minuten lang reanimiert, bis der Rettungshubschrauber eintraf“, berichtet Movia. Er war mit seinen Kameraden direkt von einer Wehrversammlung in den Einsatz gerufen worden. Die Erste-Hilfe-Ausrüstung, darunter einen Beatmungsbeutel zur Widerbelebung, hatten sie natürlich mit dabei.

Die Feuerwehrmänner dürften so vermutlich zu Lebensrettern geworden sein. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus befand sich der Pensionist zwar noch im kritischen Zustand,  aber: „Ich habe gehört, dass er sich wieder auf dem Weg der Besserung befindet“, zeigt sich Movia erleichtert.

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