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Täter erschlich sich ihr Vertrauen78-jährige Weizerin um 19.000 Euro betrogen

Ein unbekannter Täter verkaufte einer 78-jährigen Weizerin im Vorjahr Teppiche. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, lockte der Täter der Frau insgesamt 19.000 Euro Bargeld heraus. Die Polizei warnt vor derartigen betrügerischen Handlungen.

Mit einem Teppichverkauf kam der Betrüger an viel Bargeld © Sujetbild: dpa
 

Ein bislang unbekannter Täter steht im Verdacht, durch offensichtliche Vorspiegelung falscher Tatsachen eine 78-Jährige getäuscht und ihr dadurch zumindest 19.000 Euro Bargeld betrügerisch herausgelockt zu haben.

Bereits im Oktober 2018 wurde die 78-Jährige aus dem Bezirk Weiz telefonisch kontaktiert, wobei ihr ein Unbekannter aufgrund der angeblichen Auflösung eines Lagers in Wien günstige Teppiche zum Verkauf anbot. Einige Tage später besuchte der Täter die Frau persönlich in Weiz und die 78-Jährige kaufte schließlich mehrere Teppiche. In der Folge gab der Mann an, dass eine Teppich-Reinigungsmaschine im Wert von rund 100.000 Euro kaputt geworden sei und er dadurch in finanzielle Nöte geraten sei. Die 78-Jährige übergab dem Unbekannten schließlich gutgläubig 15.000 Euro für die Reparatur der Maschine.

Ende Dezember 2018 erschien der Mann neuerlich bei der Pensionistin in Weiz. Dabei schaffte es der Unbekannte, das Vertrauen der 78-Jährigen zu gewinnen, indem er ihr von seiner angeblich schwer kranken Frau erzählte. In der Folge gab sie dem Mann weitere 4000 Euro für die angeblich teure medizinische Behandlung der Frau im Ausland. Eine Rückzahlung des geliehenen Betrags wurde bis spätestens Jänner 2019 vereinbart. Dieser Vereinbarung kam der Mann bislang nicht nach, woraufhin die 78-Jährige erst jetzt - auch aus Scham, weil sie sich ihres Fehlverhaltens bewusst wurde - Anzeige erstattete. Eine Personsbeschreibung oder nähere Angaben zum Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor. Die Ermittlungen laufen. Ein ähnlicher Fall ist nach Angaben der Polizei bisher nicht bekannt. Doch die Muster sind immer wieder ähnlich, in der Art der Durchführung seien die Täter mittlerweile aber sehr kreativ.

Warnung vor Betrügern

Die Polizei warnt: Immer wieder bedienen sich Betrüger unterschiedlicher Maschen wie etwa dem Neffentrick (erst in der Vorwoche wurde ein weiterer Fall bekannt) oder auch dem Unfalltrick (eine vermeintlich verwandte Person gibt vor, einen Unfall gehabt zu haben und bittet rasch um Geld) und nutzen dabei die Unwissenheit oder Gutgläubigkeit ihrer Opfer aus. Egal ob im Internet, per Brief, Mail, Telefon oder gleich persönlich an der Haustüre – Betrüger gehen oft offensiv und direkt auf ihre Opfer zu und scheuen dabei auch vor direktem Kontakt nicht zurück. Dabei treten die Täter oft überaus freundlich und sympathisch auf und sind meist erfolgreich, wenn Unerfahrenheiten gepaart mit Leichtgläubigkeit im Spiel sind.

"Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen ihnen gänzlich unbekannten Personen gutgläubig eine große Menge Geld anvertrauen. Es gilt daher der Grundsatz: Beweisen Sie Hausverstand und achten Sie auf Ihr Bauchgefühl!", warnt Polizeisprecher Markus Lamb.

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Danke für Ihr Verständnis.

pregwerner
5
3
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Selber schuld!?!

Auch wenn nun wieder einige meinen - selbst schuld, was ist man so naiv...

Schuld ist immer und einzig und alleine der Täter!!!

Auch wenn ich noch so naiv und gutgläubig bin - schuld ist immer und alleinig der Betrüger, welcher das "kriminell" zu seinen Gunsten missbraucht. Und die Opfer verdienen unser aller Mitgefühl!

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OCIR
1
21
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Und immer wieder

Trifft es nette alte leichtgläubige Menschen die um ihr schwer erarbeitetes Geld gebracht werden.

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