Dumm gelaufenDealer wollte Gras liefern, in Weizer Wohnung wartete Polizei

Zwei Suchmittelkonsumenten sowie ein -dealer wurden in Weiz von der Polizei ausgeforscht und auf freiem Fuß angezeigt. Bei der Amtshandlung wurde zufällig auch ein zur Verhaftung ausgeschriebener 28-Jähriger angetroffen und festgenommen.

Weizer Suchtgiftermittler konnten wieder einmal Marihuana sicherstellen © jeremynathan/Fotolia
 

Noch keinen Monat ist es her, dass Drogenfahnder im Bezirk und hauptsächlich in der Stadt Weiz ordentlich aufräumten und 45 Personen, die im Verdacht stehen, mit Drogen gehandelt zu haben, ausforschten.

Wie jetzt bekannt wurde, gelang der Polizei Montagnachmittag ein erneuter Schlag gegen die Suchtgiftszene, der aber, wie es von der Polizei heißt, nicht in Zusammenhang mit der vorigen Ermittlung steht.

"Wir haben den Hinweis bekommen, dass in einer Wohnung in Weiz massiv Suchtgift konsumiert wird", so einer der Drogenfahnder des Bezirkspolizeikommandos. Daher machten sich zwei Beamte auf zu besagter Wohnung. Dort überprüften sie den 26-jährigen Mieter und seinen 23 Jahre alten Mitbewohner und stellten Marihuana und Utensilien für den Konsum des Suchtmittels sicher.

Zufällig wurde in der Wohnung ein 28-Jähriger angetroffen, der - nicht wegen Suchtgiftdelikten - in Abwesenheit gerichtlich verurteilt worden war und daher zur Verhaftung ausgeschrieben war. Er wurde festgenommen.

Dealer klopfte an Tür und stand plötzlich Polizisten gegenüber

Während der Amtshandlung klopfte es plötzlich an der Tür und ein 24-jähriger, in Weiz lebender Asylwerber aus Afghanistan betrat die Wohnung. Er wollte den beiden Mietern rund 25 Gramm Marihuana überbringen. Als er die Polizisten bemerkte, wollte er fliehen, konnte aber von den sechs Beamten von Bezirkspolizeikommando, Polizeiinspektion und Stadtpolizei Weiz - die beiden Suchtgiftermittler hatten mittlerweile Verstärkung erhalten - daran gehindert werden.

Im Zuge einer weiteren Nachschau im Quartier des Asylwerbers konnten ebenfalls rund 25 Gramm Marihuana sichergestellt werden. Der Afghane wird, ebenso wie die Abnehmer des Suchtmittels, auf freiem Fuß angezeigt.

Alles in allem eine ziemliche Verkettung glücklicher Zufälle für die Polizei. "Ich habe so etwas in der Art auch noch nicht erlebt", sagt einer der ermittelnden Beamten.

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