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GleisdorfAsylquartier im Bezirksgericht ist bald Geschichte

Die Anzahl der Asylwerber im Bezirk Weiz geht deutlich zurück, lediglich in der Bezirksstadt Weiz gab es gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg. Das Asylquartier im ehemaligen Bezirksgericht weicht einer Seniorenresidenz, wegen der viel geringeren Anzahl an Asylwerbern wird kein Nachfolgequartier in Gleisdorf errichtet.

Nur noch bis Anfang März sind Asylwerber im ehemaligen Bezirksgericht in Gleisdorf untergebracht © Krusche
 

Zu Jahresbeginn hat das Land Steiermark die aktuellen Zahlen der Asylwerber bekannt gegeben. Im Bezirk Weiz waren am 15. Jänner 348 Personen in der Grundversorgung, um 132 weniger als ein Jahr zuvor. Verteilt sind die Asylwerber aktuell auf 13 Gemeinden, in 18 Gemeinden ist kein einziger untergebracht. Die beiden höchsten Anteile gibt es nach wie vor in Weiz und Gleisdorf, wobei der Trend hier gegenläufig ist. In Weiz sind aktuell 113 Flüchtlinge in der Versorgung, 21 mehr als vor einem Jahr, in Gleisdorf hat sich die Zahl von 85 im Vorjahr auf aktuell 59 reduziert.

33 davon sind momentan noch im ehemaligen Bezirksgericht untergebracht, dieses wird bis Anfang März geräumt. „Wir hatten gerade eine Besprechung mit der Caritas, die Flüchtlinge werden auf andere Quartiere in der Oststeiermark aufgeteilt, etwa in Feldbach und Markt Hartmannsdorf“, erläutert Bürgermeister Christoph Stark. Ein Ersatzquartier in der Stadt ist aktuell nicht vorgesehen, weil der Bedarf ganz einfach gar nicht mehr da ist. Das Bezirksgericht wird ab April zu einer Seniorenresidenz mit betreutem und betreubarem Wohnen umgebaut, möglicherweise wird noch ein Zubau realisiert.

Asylwerber im Bezirk 2018

348 Asylwerber sind momentan im Bezirk Weiz untergebracht. Vor einem Jahr waren es noch 480, vor zwei Jahren 412.

Die meisten Flüchtlinge wohnen in Weiz (113), Gleisdorf (59) und Passail (40). Aktuell sind nur in 13 der 31 Gemeinden des Bezirks Asylwerber untergebracht.

In Österreich gab es im Jahr 2017 24.296 Asylanträge, das ist weniger als vor der Flüchtlingswelle im Jahr 2014 (28.064). 2015 hatten 88.340 Personen um Asyl in Österreich angesucht, 2016 waren es noch 42.285.

Der Zuwachs in Weiz hat laut Bürgermeister Erwin Eggenreich kurzfristige Gründe. „Wir waren schon einmal auf 70 herunten, jetzt ist die Zahl eben wieder etwas höher. Durch die gute Arbeit der Organisationen ,Weiz Sozial‘ und ,Way of Hope‘ werden eben auch viele Asylwerber hierher geschickt. Probleme hat es in der Stadt sowieso noch nie gegeben.“ Viele ehemalige Asylwerber haben schon Arbeit gefunden, einige jüngere machen eine Lehre.

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