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Lang

Ein ganzer Ort sucht seine Mitte

Die Gemeinde Lang versucht, gemeinsam mit der Bevölkerung einen neuen Ortskern zu entwickeln. Den Anfang machten die jüngsten Gemeindebewohner. Von Robert Lenhard

Bürgermeister Joachim Schnabel und Astrid Holler von der Landentwicklung Steiermark inspizierten mit Schülern der Volksschule Lang mögliche Plätze für den neuen Ortskern der Gemeinde Lang
Bürgermeister Joachim Schnabel und Astrid Holler von der Landentwicklung Steiermark inspizierten mit Schülern der Volksschule Lang mögliche Plätze für den neuen Ortskern der Gemeinde Lang © Robert Lenhard
 

Wo ist das Zentrum von Lang? Wie soll es aussehen? Was muss es können? Mit Fragen wie diesen befasst sich derzeit nicht nur die Gemeindevertretung, sondern auch ein großer Teil der knapp 1300 Einwohner zählenden Bevölkerung von Lang. Auf Initiative des Gemeinderates wurde in Kooperation mit der Landentwicklung Steiermark ein umfangreicher Bürgerbeteiligungsprozess gestartet. Dabei sollen unter dem Motto „Ortsmitte Lang“ Ideen für die Entwicklung eines belebten Ortszentrums gesammelt und letztlich auch umgesetzt werden. „Wir wollen nicht von oben diktieren, sondern so viele Bewohner wie möglich einbinden“, erklärt Bürgermeister Joachim Schnabel (VP).

Den Anfang machte ein Workshop mit der örtlichen Jugend. „Die Jugendlichen diskutierten sehr stark über die Nutzungsanforderungen an einen zu schaffenden Ortskern. Besonders großer Wert wird auf die notwendige Infrastruktur für Vereinsveranstaltungen gelegt“, berichtet Astrid Holler, die den Beteiligungsprozess seitens der Landentwicklung Steiermark leitet.

 

Die Schülerinnen und Schüler malten ihren perfekten Ortskern
Die Schülerinnen und Schüler malten ihren perfekten Ortskern Foto © (c) ROBERT LENHARD

Tags darauf waren die Dritt- und Viertklässler der Volksschule Lang eingeladen, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Nach interessanten Zeitzeugenberichten über das Erscheinungsbild des Dorfzentrums in vergangenen Zeiten sammelten sie auf kreative Art und Weise Vorschläge. „Für die Kinder waren vor allem gestalterische Elemente wie die Bepflanzung sowie Spielmöglichkeiten wichtig“, so Holler.

Planungsphase ab Herbst

Im August kommen schließlich auch die Erwachsenen an die Reihe. Unter dem Motto „Ort sucht Mitte“ kann jeder Bewohner seine Vorstellungen und Wünsche für das neue Ortszentrum äußern. „Bis zum Spätherbst wollen wir die Ideensammlung abschließen, damit wir mit der Planung beginnen können“, erklärt Schnabel. Danach geht es an die Umsetzung. Der Zeithorizont ist noch ungewiss. „Wir sprechen aber sicher von mehreren Jahren“, betont der Ortschef.

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