Betrunken zum Telefon zu greifen, ist bekanntlich nie eine gute Idee. Diese Lektion musste nun auch ein südsteirischer Pfarrer lernen. Kürzlich erreichte die Redaktion das Schreiben eines Lesers. Den hatte der Pfarrer nach einem Gespräch über die Taufe laut eigenen Aussagen betrunken angerufen.

Im Gespräch schien der Pfarrer nicht erfreut über den Austritt beider Elternteile zu sein und tat seinen Unmut darüber ausführlichst kund. Obwohl der Leser ihn aufforderte, am nächsten Tag, wenn er wieder nüchtern sei, darüber zu reden, fuhr der südsteirische Geistliche unbeirrt fort.

Familienvater zeichnete Telefonat auf

Nicht ohne Folgen. Der Leser hatte das Gespräch aufgezeichnet und informierte die Diözese Graz-Seckau. Der betroffene Pfarrer bekam einen Verweis. "Wir nehmen solche Dinge sehr ernst. So etwas geht nicht und wird nicht geduldet", sagt Generalvikar Erich Linhardt. Mittlerweile hat sich der Pfarrer übrigens bei den Eltern entschuldigt.