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SpielfeldWie sich Ehrenamtliche an die Flüchtlingswelle in Spielfeld erinnern

Sechs Jahre nach der Ankunft der Geflüchteten in Spielfeld erinnert jetzt das jüngst erschienene Buch „Border Crossing Spielfeld – Grenzerfahrungen“ an die Bilder von damals.

Ein Bild, nicht aus Moria, nicht aus Lipa, sondern vom Grenzübergang Spielfeld vor sechs Jahren
Ein Bild, nicht aus Moria, nicht aus Lipa, sondern vom Grenzübergang Spielfeld vor sechs Jahren © Alexander Danner
 

Abgebrannte Flüchtlingslager, Rattenbisse und Kinder mit verdreckter Kleidung: Es sind unerträgliche Bilder aus den Flüchtlingslagern Moria in Griechenland und Lipa in Bosnien und Herzegowina, die tagtäglich um die Welt gehen. Es sind gleichzeitig ähnliche Bilder, die vor nicht allzu langer Zeit auch in Österreich aufgenommen wurden: Strömende Menschenmassen und jede Menge Chaos sah man im Zeitraum von Oktober 2015 bis März 2016 am Grenzübergang in Spielfeld. Birgit Roth, freiwillige Helferin während der damaligen Flüchtlingswelle, beschreibt gemeinsam mit Ärzten, Dolmetschern und Fotografen ihre Eindrücke im jüngst erschienen Buch „Border Crossing Spielfeld – Grenzerfahrungen“.

Kommentare (7)
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smithers
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Die Szene des Jahres 2015 waren wohl trotzdem die 4 Polizisten in Radkersburg.

Von den vier Polizisten hatte man damals verlangt gut 350 Migranten auf der Brücke zu stoppen. Diese Bilder gingen um die Welt.
In einem souveränen Staat sollte sowas normalerweise nicht passieren.

altbayer
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Freiwillige Feuerwehr

Laßt die (un)freiwilligen Helfer der Freiwilligen Feuerwehren zu Wort kommen. Das ist dann keine Flüchtlingsromantik mehr.

zweigerl
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Heldenlied

Die Hilfe der namentlich angeführten Personen bei der Überrumpelungsmigration an der Südgrenze Österreichs ist ehrenwert und verdient den heldischen Rückblick samt den hochemotionalen Helfensreflexen. Überflüssig und schädlich ist die Konklusion, diese Hilfe weiterhin ad Kalendas Graecas für Moria usw. in Anwendung zu bringen. Seit 2015 sind die Fakten auf dem Tisch und eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die staatliche, kulturelle und soziale Souveränität des kleinen Österreich, in dem bereits jeder Fünfte außer Landes geboren wurde, in Zukunft in dem engen Rahmen zu sichern, der noch möglich ist. Eine ethnische Homogenität in einem wenigstens 50%igen Ausmaß wurde bereits ad acta gelegt und bedarf aufgrund der Geburtsprognosen für Migrantenfamilien keines weiteren Zuzugs. Nachbarschaftshilfe für Kroatien ist etwas ganz anderes als eine Politik der ungebremsten globalen Flüchtlingsaufnahme.

X22
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Sie wissen aber schon, dass sie die tatsächlichen Zahlen, die ja jeder, vom Staat Österreich zur Verfügung gestellt, in den Statistiken der Statistik Austria nachlesen kann, nach ihren Guttünken interpretieren, auslegen.

Ginge man nach ihrerer "ethnische Homogenität", die ja im Grunde mehrfach falsch ist, weil zeitgeschichtlich es schon immer eine Durchmischung gab, auf die jetzige Zeit betrachtet, der Anteil, den sie ja ansprechen wollen, sprich Menschen mit afrikanischen, asiatische Wurzeln, in Summe ca. 7% (inkl. Türkei und Migrationshintergrund) weit weg sind von einem 50%igen Ausmaß.
Und zur ihrer Aussage "Nachbarschaftshilfe für Kroatien ist etwas ganz anderes als eine Politik der ungebremsten globalen Flüchtlingsaufnahme", auf Österreich und den kleinem Umfeld bezogen, mag ihre Aussage stimmen, eine Stufe höher und weiter gedacht, wäre Europa der Nachbar von ?, und da Österreich auch ein Teil von Europa ist, würde ich sie fragen warum es für sie einen Nachbarschaftshilfeanteils Österreichs nicht geben soll.

zweigerl
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Die Antwort ist einfach

Wenn Europa als kontinentaler Nachbar von Milliarden Menschen, von denen eine immer größere Zahl mit allen Mitteln (Schleuser, waghalsige Überfahrten, Vernichtung von Auffanglagern usw.) und ohne mindeste Gegenleistung zu immigrieren versucht, unbegrenzte "Nachbarschaftshilfe" zu leisten hätte, wäre es binnen Kurzem ökonomisch, sozial und kulturell ausgeblutet und hätte keine Möglichkeit mehr, wenigstens gezielte Hilfe vor Ort zu leisten gegenüber Staaten, die nicht in der Lage sind, ihrer Bevölkerung annehmbare Lebensbedingungen zu bieten. Diese Argumentation, die auf rationalen Überlegungen fußt, gilt a fortiori (verschärft) für das kleine, bereits durch Aufnahmewilligkeit hinreichend bewiesene Österreich, etwa im Unterschied zu anderen Staaten, die 0 Asylanten aufnehmen und sich achselzuckend abwenden. Das alles nicht zu sehen und stattdessen eine punktuelle und kurzzeitige Notstandshilfe mit hohem Selbstlob in einer eigenen Publikation auszustellen, handelt kurzschlüssig nach dem Motto der Charity partys: "Hilfe und sprich davon!"

X22
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Im Grunde verstehe ich ihren Gedanken, wohin sie wollen

In der Gegenbetrachtung, das vorhanden Potenzial an Menschen wäre ja gegeben, in Betrachtung der Fluchtgründe, bzw. -ursachen und sowohl auch in der Masse. , Warum gibt es nicht die Schwemme, die es nach dem Potential ja locker geben könnte, damit meine ich nicht nur die 80 Mio die lt. UNHCR weltweit auf der Flucht sind, sondern das schlummernde Potenzial dahinter. Einen Prozentsatz kann man direkt helfen, sprich Asyl oder subsidiärer Schutz, global gesehen, was mach ma mit dem Rest, wie kann man die Fluchtbewegungen unterbinden, würde ein "Nachbarschaftshife" im überdimensionalen Stil ein Lösungsansatz sein, wo ist die Politik die diesen Weg umsetzen kann, kein Einzelner, egal ob Staat, Person oder Hilfsorganisation kann es, also muss man eine Politik betreiben, die diesen Weg Schritt für Schritt in die Gedanken der Einzelnen bringen muss. Ganzheitlich betrachtet, ein Ding der Unmöglichkeit und doch muss man irgendwie beginnen

zweigerl
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Ich respektiere Ihre Intention

Ich respektiere Ihre Intention, so idealistisch verbohrt sie auch sein mag, indem sie von der Prämisse ausgeht, kein Menschenleben zurückzulassen, aber ich weise die eindimensionale Betrachtungsweise zurück, weil "Spielfeld 2015" eine Glückslawine der Menschlichkeit losgetreten hat, dass diese Aktion beispielgebend sein sollte. Das selbstgefällige Erinnerungsbuch an die edlen Helferinnen und Helfer, die nun auch mit den nächsten Tausenden Flüchtlingen so verfahren möchten, indem man sie tunlichst nach Österreich schleust und hier alimentiert, stelle ich nicht in meine Bibliothek.