Die Stimmen überschlugen sich, die ein oder andere Träne floss über die Wangen: Das Team Remint der Mittelschule Stainz holte bei der First Lego League den Staatsmeistertitel in ihrer Altersgruppe in Innsbruck.

Seit rund einem Jahr bereiteten sich die Schüler Julian Sommer, Marie-Kristin Höller, Johanna Suppan, Antonia Haslwanter, Lena Baumgartner, Christina Galli, Bastian Picher, Paul Schröttner, Leon Silberschneider und Benjamin Resch auf den Bewerb vor. Unterstützt werden sie dabei von ihrem Coach und Klassenvorstand Robert Doppler sowie seinem Co-Coach und Lehrerkollegen Mario Krainer.

Ein Lego-Roboter und Höhlenforschung

Der aktuelle internationale Mint-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren steht unter dem Motto „UNEARTHED“ – Archäologie und das Erforschen der Vergangenheit. „Wir haben uns in unserem Forschungsprojekt, das ein Teil des Bewerbs ist, angeschaut, wie ein Roboter Höhlengänge erkunden und erforschen kann, ohne, dass Menschen sie betreten“, erklärt Julian. Die Schüler der 4C-Klasse bauten, programmierten und designten dazu einen autonomen Lego-Roboter. Gestatten: „Chron-Scan“. Das Projekt und die Lösungsansätze sowie die kleine Maschine wurden vor einer Jury beim Bundesbewerb präsentiert.

„Unser Ziel war es Landessieger in Graz zu werden. Dass wir Staatsmeister werden, damit haben wir nicht gerechnet“, erzählt Antonia. Immerhin mussten sie sich gegen Konkurrenten aus HTLs, Mittelschulen, und Privatschulen durchsetzen. Doch die Weststeirer konnten auf ihren Erfolg weiter aufbauen und holten in ihrer Altersgruppe den Sieg. Julian, der selbsternannte Motivator der Gruppe, zeigt sich bestätigt: „Ich habe immer gesagt, wir schaffen das.“ Ein Erfolg, der auf die Mithilfe der gesamten Klasse aufbaut, wie Trainer Doppler betont.

Die sichtbar glücklichen Sieger
Die sichtbar glücklichen Sieger © MS Stainz

Zuerst nach Leipzig, dann in die USA

Pause drücken und die Siege genießen kann das Team der Mittelschule Stainz trotzdem nicht. Im April geht es für die Jugendlichen, ihre beiden Lehrer und natürlich Roboter „Chron-Scan“ zum Europafinale nach Leipzig. Das Startticket für das FIRST Championship - World Festival in Houston, Texas, Ende April haben die Weststeirer übrigens bereits in der Tasche. „Wir haben einen der wenigen Startplätze bekommen. Das Los hat unter allen Teilnehmern, die sich für Leipzig qualifiziert haben, entschieden“, berichtet Doppler. Kosten für die Reise, Unterkunft, Teilnahme und Material: 25.000 Euro. Eine Summe, die das Team nicht allein stemmen kann. Daher habe man online eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die Knapp AG Leoben und die WKO konnte das Team laut dem Lehrer dankenswerterweise als Sponsoren gewinnen.