Pfarrer Christoph Wiesler zückt sein Mobiltelefon: „Wir brauchen einen Sternträger, hast du Zeit?“ „Wie bitte?“, hört man am anderen Ende der Leitung lachen. Was wie ein verfrühter Faschingsscherz klingt, hat diese Woche die Pfarre Fehring vor eine kleine, verspätete Herausforderung gestellt. Bei der heurigen Dreikönigsaktion ist ein Dorf der Pfarrgemeinde, der kleine 234-Seelenort Petersdorf, untergegangen. „Wir haben nicht vergessen, aber unglückliche Umstände haben es geschafft, dass ein Ort immer noch nicht drangekommen ist. Es gilt die Unschuldsvermutung“, lacht Wiesler.
Unglückliche Umstände
Drei Wochen Verspätung: Warum die Sternsinger in Petersdorf erst jetzt unterwegs sind
Überall hierzulande gilt die Dreikönigsaktion seit 6. Jänner als abgeschlossen. Im südoststeirischen Petersdorf warten die Bewohnerinnen und Bewohner aber immer noch auf Caspar, Melchior und Balthasar. Am Samstag ist es so weit.
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