Eine denkwürdige Ausstellung des Architekten Carl Pruscha im Museum Hartberg zeigt die Aktivität des bald 90-jährigen Technikers in den Vereinigten Staaten, in Nepal und in Österreich. Gleichzeitig gibt auch seine in Nepal geborene Tochter Alexandra Pruscha eine Ausstellung ihrer unterschiedlichen Kulturlandschaften. Als Trägermaterial dient handgewebter Leinenstoff, den sie in der Wüste von Kutch in Indien selbst mit Pflanzen- und Mineralfarben einfärbt bzw. bedruckt.

Carl Pruscha, 1936 in Innsbruck geboren, studierte in Wien und an der Harvard Graduate School und war für zehn Jahre als UNESCO-Regierungsberater für Raumplanung in Nepal tätig. Ab 1978 war er als Professor für Planungsgrundlagen und Gebäudeforschung tätig und nach einem Lehraufenthalt in den USA wurde er als Professor für Planungsgrundlagen und Gebäudeforschung an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen. Unter seiner Ägide wurde die Lehre neu strukturiert und das Angebot erweitert.

Seine wenigen Bauten jenseits des Wohnbaus zeigen einen Baumeister, der Gestalt und Material eines Bauwerks aus den genau recherchierten Bedingungen interpretiert. Die Ausstellung ist für die Stadt Hartberg ein besonderes Ereignis, auch weil der persönliche Kontakt von Carl Pruscha zu den Kuratoren Eva Schlegel, Rita Schreiner und Hans Weigand sie überhaupt erst ermöglichte. Die Ausstellung ist von 13. März bis 7. Juni, 2026 Mittwoch bis Sonntag, von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.