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Anke WolfAppell einer Lehrerin: "Müssen aufhören zu jammern"

Anke Wolf lehrt seit 30 Jahren an Volksschulen in ganz Europa. Aktuell unterrichtet sie in Hartberg. Sie schrieb einen offenen Brief zur momentanen Situation von Pädagogen und Schülern.

Anke Wolf
Anke Wolf in ihrem "Lehrstudio" im Homeoffice © Privat
 

Beinahe ein Jahr lang befinden sich Schulen nun im Ausnahmezustand. Ja, es war ein holpriger Beginn, der Lehrer dazu zwang, von der gewohnten Arbeitsweise auf digitalen Unterricht umzusteigen und Schüler aus den Klassenzimmern verbannte. Es waren schwere Zeiten für alle Beteiligten.

Kommentare (9)
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peso
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Endlich eine Lehrerin, die sich nicht selbst beweint und alle Anderen für Alles verantwortlich macht

Eine die selbst denkt und Kindern andere Möglichkeiten bietet. Eine die lehrt und nicht nur den Stoff übermittelt

Erwin01
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Liebe Fr. Wolf

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie da richtig liegen. Unser Sohn geht in die 1. Klasse im Gymnasium und unsere Tochter ist im letzten Kindergartenjahr.
Für unsere Kinder sind die fehlenden Kontakte zu ihren Freunden das größte Problem und ich befürchte, dass es in diesem Bereich für viele Kinder massive Probleme in der Zukunft geben könnte. Die Kinder sind derzeit, durch die Vorgaben der Regierung weg gesperrt wie Tiere, und es ist traurig, dass dies anscheinend allen egal ist. Noch schlimmer muss es für Kinder in der Oberstufe sein, seit 7. November auf Distanz-Learning - das ist doch Wahnsinn.
Kindergarten ist zwar erlaubt, die Kinder sollten aber eher doch nicht hingehen - Lockdown und so - zahlen dürfen wir aber die volle Summe für die Betreuung, eine tolle Lösung, einfach spitze👍👍🔝🔝
In die Schule dürfen sie nicht, außer man braucht doch eine Betreuung, das kann jeder für sich entscheiden, auch eine super Lösung👍👍🔝🔝.
Aber, dass neben der Schule auch alle weiteren sozialen Kontakte und sämtliche sportlichen Aktivitäten verboten sind, Fußball, Eishockey, Tennis, etc.. ist doch unglaublich. Es wird immer davon berichtet, dass Kinder zuwenig Bewegung haben, nun sind sie schon wieder über Monate weggesperrt, so wie im Frühjahr 2020.
Ich bin kein Psychologe oder Kinderarzt, aber ich befürchte, dass aus dieser Zeit viele Kids gesundheitliche und soziale Probleme mitnehmen werden.
Etwas anderes zu behaupten finde ich nicht OK, den Schule ist nicht nur Schule❗

ALFU72
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Stell dir vor...

...wir hätten jetzt die Zeit , wie in den Jahren 1939 - 1945 ( und lange danach - ohne diesen LUXUS, den sooo viele haben ) ! Will ICH mir gar NICHT vorstellen !!

Optimismus 👍🏼 vs Pessimismus 👎🏻...!!!
WIR SCHAFFEN DAS ...👍🏼‼️

pwebhofer
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Oder

Viele ein gutes Business Modell. ¯\_(ツ)_/¯

pwebhofer
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Sorry

Vielleicht sollte das heissen.

TS4117734SCHO
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Gejammer einer goldenen Generation?

Sehr geehrte Frau Wolf,

zum Thema „Goldene Generation“ empfehle ich Ihnen dringend die sinnerfassende Lektüre des heutigen Artikels im Online Portal der Kleinen Zeitung über die Verzehnfachung!! der schweren depressiven Symtome bei jungen Erwachsenen seit 2019 - aus Ihrer Sicht wahrscheinlich nur eine verweichlichte Jammerei einer heranwachsenden Generation, die den wahren Segen monatelanger sozialer Isolierung sträflich verkennt.
Mit freundlichen Grüßen Thomas S.

Cyranos
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Bravo Anke!!!!

Super, dass du dich gemeldet hast 👍🤝 B😎

Nixalsverdruss
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Bravo! Endlich eine Pädagogin, ...

... die das sagt, was viele denken!
Ja, es ist vielleicht anstrengender so zu unterrichten.
Ja, es ist ein anderes Zeitmanagement für Lehrer und Schüler notwendig.
Ja, es sind oft mehr, als 22 Stunden in der Schule.
Ja, es sind vielleicht nicht immer die 13 Wochen schulfrei.
Ja, es sind Zeiten, die viel Veränderung erfordern. Auch bei der Lehrergewerkschaft. Dieses ewige Jammern und Motzen muss ein Ende haben. Frau Wolf hat erkannt, dass sie in einem sehr privilegierten Beruf ist - und das sollten auch die vielen anderen Jammerer tun...

Skull_7
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Wie recht sie mit allen haben.

Bei allem was sie aufgezählt haben kann ich ihnen nur 100% zustimmen.

Viele wissen nicht was sie momentan eigentlich für ihre Schüler alles leistet ohne ein einziges Mal zu Jammern. Die Plattform für ihre Schüler mit Videos, Audiodateien und Arbeitsmaterial zum Ausdrucken vorbereiten. Videokonferenzen abhalten und so nebenbei an einigen Tagen in der Schule ihre Betreuungsstunden abhalten. Die ganzen Aufgaben am selben Tag noch kontrollieren und Feedback geben. Immer ein offenes Ohr sollte es einmal nicht so laufen bei einem Schüler. Mit den Kindern so nebenbei Striezel und Torte backen mit einer tollen Videoanleitung. (Nein müsste sie als Lehrerin nicht machen - aber sie macht es). Jeden Tag gibt es eine Turneinheit zum Ausgleich. Ich könnte noch so viel aufzählen was sie alles mit den Kindern macht. Mein Sohn ist glücklich und froh sie als Lehrerin zu haben.