Vor 83 Jahren, am 17. März 1943, wurde der damals 45-jährige Gendarmerie-Hauptwachmeister Franz Stachel vom damaligen Gendarmerieposten Friedberg von zwei Männern ermordet. Stachel befand sich auf Fußstreife und wurde von den Tätern niedergeschlagen und mit dessen Gewehr samt Bajonett erstochen und erschossen. Den Tätern gelang die Flucht. Sie dürften für mehrere schwere Straftaten, unter anderem Raub und Mord in Niederösterreich verantwortlich gewesen sein.

Am 17. März 2026 wurde dem Opfer dieses Gewaltverbrechens gedacht. In Zusammenarbeit mit Einheimischen, dem Land Steiermark und Vereinen – vor allem der Berg- und Naturwacht – wurde ein Gedenkstein samt Gedenktafel an einem Parkplatz an der Wechsel Straße (B54), unweit des damaligen Tatorts, errichtet. Dem Festakt wohnten bei: zahlreiche Polizistinnen und Polizisten, Klaus Ebner (in Vertretung von Bezirkshauptfrau Kerstin Raith-Schweighofer), Sebastian Wolf (Bürgermeister der Marktgemeinde Pinggau) sowie der Exekutivhistoriker des Bundesministeriums für Inneres, Joachim Steinlechner. Auch eine Abordnung des Österreichischen Kameradschaftsbundes war anwesend.

Historiker Helmut Gebhardt bot einen Auszug aus den damaligen Erhebungsakten. In Vertretung von Landespolizeidirektor Gerald Ortner sprach Oberstleutnant Gernot Sattler von einer „dunklen Zeit“, die allerdings in der Exekutivgeschichte nicht ausgeklammert werden dürfe. Polizeiseelsorger Lukasz Wojtyczka und Pfarrer Christoph Grabner nahmen die Einsegnung des Gedenksteines vor. Mit dem „Kameradenlied“ und der Landes- und Bundeshymne wurde die Feier beendet.