KindbergPfarrer Monschein tritt zurück: "Ich habe eine Frau kennengelernt"

Pfarrer Andreas Monschein legt seine Ämter in der Kirche nieder. Damit macht er auch eine Beziehung zu einer Frau öffentlich, mit der er sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann.

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Pfarrer Andreas Monschein wird seine Ämter zurücklegen
Pfarrer Andreas Monschein wird seine Ämter zurücklegen © Martina Pachernegg
 

Mit einem wahren Paukenschlag ging am Sonntag der Gottesdienst in Kindberg zu Ende. Pfarrer Andreas Monschein wandte sich mit einem Statement an seine Pfarrgemeinde, das einen zentralen Inhalt hat - nämlich den Rücktritt Monscheins nach mehr als sechs Jahren: "Nach langer Überlegung, viel Nachdenken, Begleitung und einigem Ringen, werde ich den Bischof darum bitten, mich von meiner Aufgabe als Pfarrer freizustellen und ab Februar ein Laisierungsverfahren einzuleiten."

Kommentare (53)
FranzHendler
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Zwiespalt

Mich irritiert der Zwiespalt der katholischen Kirche, dass man bei Pädophilie den Mandel der Verschwiegenheit breitet. Bei normaler Partnerschaft wird man auf Grund des Zölibates als Priester untragbar. Trotzdem nennt man sich christlich?

MichaelP
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Glückwunsch

Ein Bravo an Herrn Monschein für die Offenhjeit und Ehrlichkeit und die besten Wünsche für die Zukunft, sowohl persönlich als auch in der Beziehung. Solche Menschen würde unsere Kirche in großer Zahl brauchen!

Peterkarl Moscher
1
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Gratulation

Das war Mutig und Ehrlich, so sollte es auch sein der Pfarrer hat eine für
sich richtige Entscheidung getroffen. Der ehemalige Bischof von Kärnten
hatte dazu keinen Mut und wirkt in einer anderen Gegend als Bischof weiter.
Und das ist das Problem der Kirche , die Wahrheit und da mangelt es ganz
gewaltig !

STEG
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Mutig, dass er zu

seiner Liebe steht und nicht verheimlicht! Er folgt seinem Gewissen und das ist gut so. Für ihn, seine Freundin und die Kirche. Viel Glück für die Zukunft!

TrailandError
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Er machte es sich vermutlich nicht leicht …

Immerhin verliert er seinen Job und Unterhalt. Andererseits gebietet die Achtung zu einem geliebten Menschen alternativlos das öffentliche Bekenntnis zu seiner Freundin. Da hatte Pfarrer Mondschein keinen Spielraum.Gerade in den Punkten des verpflichtenden Zölibats und auch der Gleichstellung von Mann und Frau ( Priesterinnen nicht möglich) sieht man, wie eigenartig verklärt die Gesetzte und Regeln der kath. Kirche sind. Am Leben vorbei… Schade! Lieber Bischof Willi, Papst Franziskus- überlegt euch was und startet mutiger in die neuen Zeiten!!! So einen fähigen Mann lässt man nicht ziehen!

vollath
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Die Bibel selbst gibt eine Antwort (1. Tim 3, 1-6)

"Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll er für die Kirche Gottes sorgen?"

isogs
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Richtig

Wäre ein guter Text für eine Lesung bei der Heiligen Messe

FlushingMeadows
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Großartig

Für mich als Kirchengegner ist es eine Freude mitanzusehen, wie sich die Kirche mit ihrem ewig gestrigen Zugängen zu den Menschen (Schlagwort Zölibat, um nur ein Beispiel zu nennen) selbst abschafft.

Gratulation an den (Noch-)Pfarrer zu dieser klugen Entscheidung.

allack
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Kirche und Geld

War nicht der eigentliche Grund für die Einführung des Zölibats die Angst der Kirche, Nachkommen von Priestern könnten Erbansprüche an sie stellen. Päpste und Erzbischöfe brauchten sich an diese Regel nie halten. In Salzburg freuen wir uns noch heute über das Schloss Mirabell, das ein Erzbischof für seine Geliebte errichten ließ.

Herzilein1103
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Aufrichtig und ehrlich

Ich durfte den Herrn Pfarrer Mondschein einmal bei einem Begräbnis kennen lerne. Sehr sympathisch und mit beiden Beinen im Leben. Zu seinem Schritt kann man nur gratulieren und alles Gute für die Zukunft wünschen. Schön wäre es wenn alle übrigen Priester ( auch die beiden aus meiner Pfarre) seinem Beispiel folgen würden und sich zu ihren Freundinnen bzw Geliebten bekennen würden. Den erst dann würde es zu einem Umdenken in der Amtskirche kommen.

Isidor9
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Überreaktion

Deshalb braucht er doch nicht.gleich zurückzutreten. So ein toller Pfarrer sollte gehalten werden. Der Rücktritt ist eine Überreaktion. Viele Geistliche haben Liasonen. Und das sind nicht die schlechtesten Seelsorger. Im Gegenteil.

Handaufsherz
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Nein, keine Überreaktion

Es ist bedauerlich, dass fähige Priester auf Grund des Zölibats ihr Amt nicht mehr ausüben. Aber es ist eine ehrliche Entscheidung. Statt dessen eine (mehr oder weniger) versteckte Liaison zu empfehlen ist verlogen und für die Betroffenen eine Zumutung!

angela67
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Alles Gute!

Als Person wünsche ich Andreas Monschein und seinem neuen Leben alles Gute!

Der Kirche ist zu sagen: Wegen ihrer Unbeweglichkeit in der Frage des Pflichtzölibats geht wieder ein fähiger, junger Priester verloren.
Warum? Weil er eine Frau liebt...

Und dabei ist die Personaldecke sooo dünn!

Wer das verstehen kann, der verstehe es...
Ich bin überzeugt, dass dies sicher nicht im Sinne Jesu ist.

JL55
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Gut, dass Hr. Monschein seinem Herzen folgt...!

Gut wäre auch - trotz Laisierung - ein Weiterverbleib in der Verkündigung des Wortes Jesu! Ich persönlich schätzte schon bisher sein authentisches Eintreten für viele Glaubensanliegen! Ich wünsch(t)e mir, dass die Kirchenführung endlich im 21. Jahrhundert ankommt und der Diakon zum hauptsächlichen Verkünder des Glaubens wird...erweitert durch die Frauenordination (Weihe zur Diakonin)!

reschal
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@jl55

Wenn er weiterhin sich für den christlichen Glauben engagieren würde, so wäre das zu begrüßen! Die Hauptaufgabe eines Diakons ist aber nicht die Verkündigung, vielmehr der Einsatz für Hilfsbedürftige und Kranke. Die Liturgie ist ein "Zusatzgeschäft".

JL55
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Danke.

LG

voit60
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man kann ihm nur zu einem normalen Leben gratulieren

und ihm alles Gute für die familiäre Zukunft wünschen. Dieses Eheverbot von allem Männern aufrecht erhalten, ist absolut unmenschlich.

Vielgut1000
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Ein Eheverbot ist sicher nicht biblisch.

Es kann die freiwillige Entscheidung eines Menschen sein, ehelos zu sein. Doch es gibt keinen Bibelvers, der auch für Pfarrer ein Verbot sich zu ehelichen ausschliesst.

ratschi146
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Statement führt zu reizenden Pfarer

Klickt man auf den Link Statement öffnet sich Seite Steirer des Tages Eselreitender Pfarrer ;-)

Naja is a ein Link 😄 besser als nix

cockpit
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Ich wünsche alles

Gute!

missionlivecm
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Leider ist die Obrigkeit noch im 15 jhdt lebend!!!

Gratuliere zu dieser Entscheidung!!!

FRED4712
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wenn das alle Pfarrer

in ähnlicher Situation machen würden, würde es kaum noch eine Handvoll im Dienst geben......mir als Religionsloser kann es ja egal sein, aber die (kath.) Kirche sollte doch nach 600? Jahren nachdenken, ob diese Regelung so schlau ist......hatte nicht sogar Jesus eine Freundin??

cockpit
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hatte Jesus nicht auch einen Vater und eine Mtuter?

an die unbefleckte Empfängnis wird ja wohl niemand mehr glauben?

Vielgut1000
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Selbstverständlich hatte Jesus einen Vater, der im Himmel wohnt.

Jesus lehrte seinen Jüngern auch das Vater Unser, nachzulesen in Matthäus 6,9-11:"Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen."

Natürlich ist Jesus durch den Heiligen Geist in Maria gezeugt worden. Lesen Sie dazu bitte den Propheten Micha, wo bereits ca 750 v.Chr. den Geburtsort klar vorausgesagt wurde.
Es ist doch klar: Wer nicht an die Zeugung durch den Heiligen Geist in Maria glaubt, der glaubt auch nicht an die Auferstehung von den Toten, an die Himmelfahrt Jesu - vor den Augen der Apostel und an seine Wiederkunft am Ende der Zeiten.

Henry44
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"Wer nicht an die Zeugung durch den Heiligen Geist in Maria glaubt,

der glaubt auch nicht an die Auferstehung von den Toten, an die Himmelfahrt Jesu - vor den Augen der Apostel und an seine Wiederkunft am Ende der Zeiten."

Dieser Zusammenhang ist keinesfalls zwingend. Entscheidend für den Glauben an Jesus als Sohn Gottes ist nicht die angebliche oder tatsächliche Zeugung durch den Heiligen Geist, sondern das Leben des Jesus von Nazareth und sein Tod mit den Zeugen seiner Auferstehung.

Im Übrigen gilt es in der Theologie nicht als gesichert, dass Jesus in Nazareth geboren wurde. Darauf kommt es auch gar nicht an. Man kann die Bibel entweder ernst nehmen oder wörtlich. Oder, glauben Sie an die Erschaffung der Welt in sieben Tagen?

FRED4712
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stimmt.....

gehört schon viel naivität dazu, zu glauben, dass alles stimmt, was in der Bibel steht.......übrigens, die Bibel wurde ca. 80 Jahre nach dem Jahr Null gechrieben,,,,,,was GENAU wissen wir HEUTE; WAS VOR 80 jahren war?....ohne zeitung, tv, etc. wüssten wir so gut wie nix......und was gab es im Jahre 80? .....nix, außer ein paar leuten, die sich geschichten erzählt haben und diese Geschichten wurden erfahrungsgemäß jeden tag aufregender........könnte noch viel dazu schreiben, aber das würde wohl "entfernt"

 
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