Dicke weiße Schneeflocken und selbstgemachte Weihnachtskekse - das ließ bei den Leserinnen und Leser der Kleinen Zeitung am Freitagvormittag Weihnachtsstimmung aufkommen. Und welches hohes Ansehen die Kekse der Bäuerinnen aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag genießen, wurde klar, als sich bereits vor dem Start der dritten Benefiz-Keksaktion am Brucker Hauptplatz eine Schlange gebildet hat. "Vorbildlich wurde der Sicherheitsabstand eingehalten und jeder einzelne hat eine Maske getragen", sagt Bezirksbäuerin Elisabeth Hörmann.
Dass der dritte Verkauf der selbstgebackenen Kekse zugunsten der Kleine-Zeitung-Hilfsaktion "Steirer helfen Steirern" nämlich trotz Lockdown stattfinden kann, war bis zum Schluss nicht ganz sicher. "Man muss die Entwicklung der Pandemie ernst nehmen", so Hörmann. Aus diesem Grund haben ein Einbahnsystem zum Verkaufsstand am Brucker Hauptplatz und eine Maskenpflicht für die nötige Sicherheit gesorgt.
Auch im Vorfeld wurde die Aktion generalstabsmäßig von Barbara Kiendlsperger von der Bauernkammer geplant. Die Bäuerinnen, die mitmachten, lieferten ihre Kekse bei der jeweiligen Gemeindebäuerin ab und diese brachte sie am Donnerstag zur Bezirksbauernkammer nach Bruck. Dort wurden die Kekse noch am Abend in 250- und 500-Gramm-Pakete verpackt. "124 Kilo sind es geworden. Unglaublich, wie viel Engagement die Bäuerinnen für die Aktion aufbringen", freut sich Hörmann.
Der Verkaufsstart
Freitagfrüh wartete der erste Keksliebhaber bereits eine Stunde vor dem offiziellen Verkaufsstart auf die heiß ersehnte Ware. Kokosbusserln, Linzerräder, Anisbögen oder Lebkuchen mit Schokoladeglasur - die Vielfalt der gebackenen Kekse war auch heuer wieder enorm. Neben den Klassikern haben aber auch pinke Punschkreationen und Nusskekse mit Geheimrezept den Weg in die Pakete geschafft und für große Augen gesorgt. Ein Bild von den mit Liebe gebackenen Keksen machte sich auch die Leobener Bezirksbäuerin Johanna Hafellner: "Toll, dass die Aktion stattfinden kann. Da ist es für mich ganz klar, dass ich die Bäuerinnen unterstütze und auch ein paar Kekse kaufe."
Um 10.45 Uhr wurde schließlich das letzte Paket Kekse verkauft und es konnte aufgeatmet werden. Rasch wurde der Stand mit vor Kälte klammen Fingern abgebaut und man machte sich ans Geldzählen. "4314,01 Euro sind zusammengekommen. Das gesamte Geld wird ,Steirer helfen Steirern` überwiesen", erklärt Hörmann stolz. Neben der beachtlichen Spendensumme ist die Bezirksbäuerin aber vor allem auf eines stolz, den Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft ihrer Bäuerinnen. "Meine Bäuerinnen haben nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld geopfert. Die benötigten Zutaten hat jede selbst bezahlt", lässt Hörmann wissen.
Trotz Kälte, Schneefall und Lockdown wurde aber schon vor Ort am Verkaufsstand die Aktion für das kommende Jahr besprochen. "Eine vierte Auflage wäre schön", so Kiendlsperger.